Dem Rost auf der Spur
  • Filiformkorrosion auf Aluminium und Auswertung in getrennten ROIs (Bild: Schäfter + Kirchhoff GmbH)

    Filiformkorrosion auf Aluminium und Auswertung in getrennten ROIs (Bild: Schäfter + Kirchhoff GmbH)

Filiformkorrosion

Für ausgewählte Ritzmuster erkennt die Software die Ritzlage automatisch, ebenso ist die manuelle Definition der Ritzlage möglich. Gemessen werden u.a. die Unterwanderungsfläche, die mittlere Unterwanderungsbreite, Länge und Anzahl der Fäden. Die mittlere Unterwanderungsbreite wird sowohl durch vollständiges Abtasten der Korrosionskontur, als auch durch Messungen an einer einstellbaren Anzahl von äquidistanten Messpunkten entlang des Ritzes bestimmt. Auch dieses Verfahren wird kontinuierlich weiterentwickelt. So ist es heute möglich, auf einer Probe mehrere beliebig geformte ROIs zu definieren, in denen die Filiformkorrosion separat ausgewertet wird. Bild 2 zeigt eine Korrosionsprüfplatte mit drei 45°-Ritzen. Auf der linken Seite wurde die Platte poliert, rechts nicht. Die Filiformkorrosion ist unterschiedlich ausgeprägt.

 (Bild: Schäfter + Kirchhoff GmbH)

(Bild: Schäfter + Kirchhoff GmbH)

Gitterschnitt und Kantenrost

Für die Auswertung der Gitterschnittprüfung muss lediglich nach der Bildaufnahme eine ROI um den Gitterschnitt gelegt werden. Das System erkennt in kürzester Zeit automatisch die enthafteten (Teil-) Flächen und gibt sofort das Ergebnis als Summe der enthafteten Flächen und auch den Gitterschnittkennwert Gt an (Bild 3). Zur Auswertung des Kantenrostes wurde ein spezieller Messadapter konzipiert, welcher die Ränder einer Korrosionsprüfplatte lückenlos erfassen kann. Die Auswertung erfolgt nach der Norm MBN 10494-6. Der Auswerte-Algorithmus ermittelt die von der Prüfblechkante ausgehende Rostfläche und berechnet einen Kantenrost-Kennwert KR dieser Fläche bezogen auf eine definierte ROI um die Prüfblechkante.

Reproduzierbare Ergebnisse

Unmittelbar nach der Messung zeigt der Corrosion Inspector die Ergebnisse grafisch und numerisch auf dem Monitor an. Zu jeder Messung gibt der Bediener dokumentierende Prozessdaten wie Name des Prüfers, Prüfverfahren, Belastungszeit und Proben-ID über eine Dialogmaske ein. Bei Serienmessungen wird die Proben-ID nach jedem neuen Scan automatisch inkrementiert. Die Exportfunktion des Corrosion Inspectors speichert das Ergebnisbild gemeinsam mit dem Originalbild und dem überlagerten Bild, sowie einer Excel bzw. Calc-Tabelle (LibreOffice) in dem ausgewählten Ordner ab. Zusätzlich dokumentiert das Programm alle durchgeführten Bildbearbeitungsoperationen, die zu diesem Ergebnis führten, um die Reproduzierbarkeit der Messergebnisse zu gewährleisten.

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