Automatisierte Inspektion von Zügen während der Durchfahrt

Automatisierte Inspektion von Zügen während der Durchfahrt

Raue Umgebungen sowie hohe Geschwindigkeiten beanspruchen bei Zügen alle Komponenten aufs Äußerste. Inspektionen sind daher unerlässlich, um Folgeschäden oder Betriebsstörungen zu vermeiden. Mit automatisierten Prüfsystemen von PSI Technics werden die Inspektionen von Zügen während der Durchfahrt durchgeführt.

Bis vor kurzem wurden Züge meist mittels einer manuellen Inspektion von Prüfingenieuren untersucht. Ein aufwändiges Verfahren, das pro Zug rund 1,5 Stunden in Anspruch nimmt und in einer Wartungshalle geschehen muss. Um diesen Prozess zu automatisieren und digitalisieren, hat PSI Technics die automatisierte Zuginspektion entwickelt. Dabei handelt es sich um bildverarbeitende Systeme, die in einer Prüfanlage u.a. als Kamerator angeordnet ist. Insgesamt enthält jede Prüfanlage drei Module. Alle sind mit hochauflösenden 2D/3D-Kameras und Hochleistungs-LED-Strahlern ausgerüstet. Im ersten Modul werden u.a. Aufnahmen der Seitenflächen, Fenster, Piktogramme, Graffiti und Laufwerk des Zugs erstellt, um Fehler und Defekte beispielsweise an Fensterscheiben, Beschriftung und am Fahrwerk zu erkennen. Das zweite Modul detektiert Beschädigungen im Unterflurbereich wie Bremsen, E-Verrohrung, Drehkranz und Unterflurschäden. Im dritten Modul wird das Dach kontrolliert. Hier werden u.a. der Dachgarten, Stromabnehmer, Schleifleisten, Antennen, Kabel, Schrauben u.v.m. inspiziert. Insgesamt werden am Zug mehr als 96 Baugruppen kontrolliert. Die Ergebnisse stehen dem Betriebspersonal binnen 10 Minuten zur Verfügung. So werden Wartungsintervalle optimiert und Reparaturarbeiten können schnell in die Wege geleitet werden. Züge müssen hierfür nicht abgerüstet werden und Wartungshallen bleiben frei für ihre eigentlichen Aufgaben.

 (Bild: PSI Technics GmbH)

(Bild: PSI Technics GmbH)

Detailprüfung und Big Data

Für jede Baugruppe am Zug steht eine spezielle Beleuchtungs- und Kameraanordnung zur Verfügung, so dass sie in einem individuell eingerichteten Prüfsystem getestet werden kann. Zur Kontrolle der Abläufe ist die Anlage mit dem Leitsystem verbunden. Prüfungseinsätze können so zentral koordiniert werden. Die Kameratechnik passt sich per Geschwindigkeitsmessung dynamisch an die Geschwindigkeit des durchfahrenden Zuges an. Die automatisierte Zuginspektion ist für den 24 Stundenbetrieb konzipiert und erlaubt damit einen hohen Durchsatz.

„Die Prüfanlage verfügt aber nicht nur über eine hochpräzise Aufnahmetechnik“, erläutert Karl-Heinz Förderer, Geschäftsführer von PSI Technics. „Wir setzen eine Vielzahl von Methoden und Algorithmen zur Bildauswertung und -bewertung ein, die auf dem neusten Stand der Technik sind.“ Künstliche Intelligenz macht in Zukunft aus der Prüfanlage weit mehr als einen Fehlerdetektor an vorbeifahrenden Zügen. „Die Daten werden zentral gespeichert und stehen für spannende Big Data Anwendungen zur Verfügung“, beschreibt Karl-Heinz Förderer einen weiteren großen Mehrwert. Wie wirken sich Wetterverhältnisse oder Schmutz auf Baugruppen aus? Welchen Einfluss hat die gefahrene Strecke? Der Inspektionsprozess sammelt nicht nur unzählige Daten, sondern verknüpft sie mit weiteren Informationen. Auf dieser Basis werden mit der Zeit Aussagen über die Lebenserwartung bestimmter Bauteile möglich, Qualitäten können verglichen und Montageprüfungen vorgenommen werden.

PSI Technics GmbH
www.psi-technics.com

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