Softwareplattform zur Steuerung komplexer CT-Systeme

One-Click-CT

Softwareplattform zur Steuerung komplexer CT-Systeme

Die Software Geminy ermöglicht mit einem Klick, die optimalen System- und Bildvoreinstellungen für das jeweilige Prüfteil zu bekommen und so einen perfekten CT-Scan durchzuführen, unabhängig von den Fachkenntnissen des Anwenders.

Zwei ergonomisch angeordnete Monitore (rechts) mit Touch-Funktion und intuitiver Bedienerführung dank der Software-Plattform Geminy ermöglichen beste Prüfergebnisse auch für Anwender ohne CT-Expertenwissen. (Bild: Yxlon International GmbH)

Zwei ergonomisch angeordnete Monitore (rechts) mit Touch-Funktion und intuitiver Bedienerführung dank der Software-Plattform Geminy ermöglichen beste Prüfergebnisse auch für Anwender ohne CT-Expertenwissen. (Bild: Yxlon International GmbH)

Der Markt für Inspektionsgeräte zur zerstörungsfreien Materialprüfung gewinnt immer mehr an Dynamik. Stetig werden neue Funktionen und Features entwickelt, die die Arbeit mit diesen Systemen weiter vereinfachen und effektiver gestalten. Mit der breiten Palette industrieller Röntgen- und CT-Systeme zur Prüfung und Analyse der unterschiedlichsten Produkte – von Leiterplatten und Smartphones, über Räder und Reifen, Gussteilen und Turbinenschaufeln bis hin zu naturwissenschaftlichen Proben usw. – stand auch Yxlon vor der Herausforderung, den wachsenden Marktanforderungen gerecht zu werden. „Darüber hinaus sollte es aber auch gleichzeitig Ziel sein, die Software-Komplexität der vielen Spezialsysteme zu reduzieren. Davon würden nicht nur die Anwender profitieren, sondern genauso unsere Service-Techniker und eigenen Entwickler“, erläutert Axel Klein, Projektleiter für die Entwicklung der jüngsten Yxlon CT-Familie mit einer völlig neuen Software-Plattform. Aus vielen Workshops des Projektteams, das aus Mitarbeitern der unterschiedlichen Bereiche bei Yxlon und Spezialisten von macio, Entwickler hochwertiger Softwarelösungen für den Anlagen-, Maschinen- und Gerätebau, bestand, wurden die Anforderungen an die neue Plattform und die Bedienung von Computertomografie-Systemen definiert. Es entstand die Vision des One-Click-CTs, ein Prüfsystem, das mit nur einem Klick die optimalen System- und Bildvoreinstellungen für das jeweilige Prüfteil liefert und so zu einem perfekten CT-Scan führt, unabhängig von den Fachkenntnissen des Anwenders.

Für Einsteiger und Experten

Aus dieser Vision ist die Software-Plattform Geminy entstanden, die zuerst mit den Systemen FF20 CT und FF35 CT in den Markt eingeführt wurde, inzwischen aber auch die Basis des CT-Systems FF85 CT ist. Die Software ermöglicht eine intuitive Steuerung der komplexen CT-Systeme und nimmt dem Anwender die bislang umfangreichen Geräteeinstellungen größtenteils ab. So können Anwender ohne Spezialwissen die Prüfsysteme ohne Qualitätseinbuße bedienen. „Damit aber auch Experten von der neuen Bedienoberfläche profitieren und ihr Fachwissen in die Bedienung einfließen lassen können“, erklärt Sabine Hipp, UX Designerin bei macio, „stehen unterschiedliche Nutzerprofile zur Verfügung, die dem jeweiligen Anwender genau die Einstellmöglichkeiten bieten, die er für seine Aufgabe benötigt.“

Mit der Möglichkeit, die Röntgengeräte via Smart-Touch zu bedienen, zählt Geminy zu den Vorreitern am Markt. Dabei lassen sich die Eingabegeräte an verschiedene Anwendungsfälle anpassen. Neben der Bedienung über Touch, kann diese auch über einen Joystick sowie über Maus und Tastatur erfolgen. Die Verwendung mehrerer Monitore ermöglicht es zudem, einen Bereich ohne Nutzerinteraktion zu definieren. Der reine Anzeigebereich garantiert die pixelgenaue Darstellung des Röntgenbildes für Prüfungen mit hohem Präzisionsanspruch. Die Integration von Hilfsprogrammen und Schnittstellen zur Bildbearbeitungssoftware ermöglichen einen Workflow ohne Unterbrechungen über den reinen CT-Scan hinaus. Auf Wunsch wird nach dem Scan direkt rekonstruiert und das Volumen in der gewünschten Analysesoftware geöffnet. Zudem kann auch die Überwachung des Anlagenstatus aus der Ferne erfolgen. Der Remote-Monitor kann von einem beliebigen Arbeitsplatz oder mobil über ein Tablet aufgerufen und der Zustand des Systems eingesehen werden. Die programmübergreifend identische Bedienphilosophie führt dazu, dass sich der Nutzer bei allen Programmen sofort zurechtfindet und somit ein schneller Einstieg in die Nutzung der Software möglich wird.

Akzeptanztests bei Nutzern

Sabine Hipp berichtet: „Schon früh wurden mithilfe eines Prototypen Akzeptanztests bei Nutzern durchgeführt. Die durchweg positiven Reaktionen zeigten, dass unsere Ideen den Kern trafen. Die Bedienung über Touch und die Aufteilung über mehrere Monitore wurden sehr gut angenommen. Und auch während der Implementierung der Software wurden regelmäßig Experten eingebunden. So konnten z.B. hausinterne Applikateure bei Yxlon, und Servicetechniker die Systeme testen und ihre Vorschläge einbringen.“ Volker Baumann, Leiter der Software-Entwicklung bei Yxlon freut sich: „Die Auszeichnung mit dem German Innovation Award ist eine schöne Bestätigung dafür, dass es sich lohnt, neue Wege zu beschreiten und Herausforderungen anzunehmen. Doch auch wenn viele Funktionen aus der ersten Vision bereits realisiert werden konnten, geben neue Technologien und Wünsche der Anwender ständig Impulse für Verbesserungen.“ Neben der Entwicklung von Neusystemen werden auch die Bestandssysteme von Yxlon nach und nach mit der jeweils aktuellen Software-Version aufgerüstet.

Ausgabe:
Yxlon International GmbH
www.yxlon.com

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