The next generation

Tradition oder Pioniergeist

Wie sehen die neuen Geschäftsführer ihre Aufgabe: Als Fortführung einer Tradition oder als Pionier, d.h. evtl. auch neue Wege beschreiten, abseits der erfolgreichen Pfade der Vergangenheit? Für Dr. Andreas Franz ist die Antwort klar: „Als Pionier, sonst wäre ich nicht bei Framos oder in der Bildverarbeitungsbranche.“ Auch Dr. Rüdiger Hack sieht sich „innerhalb Laser 2000 als Pionier, um das etablierte Geschäftsmodell und den bekannten Markennamen fit für die Zukunft zu machen.“ Aus Sicht von Christof Zollitsch sind die Zeiten der echten Bildverarbeitungspioniere längst vorbei, er betont aber, „dass Stemmer Imaging sowohl in Bezug auf die internationale Ausrichtung, als auch durch die Mitwirkung in diversen Gremien zur Weiterentwicklung der Technologie immer eine Vorreiterrolle eingenommen hat.“ Diese Aktivitäten stellen für ihn in gewisser Weise ebenfalls Pionierleistungen dar, auf die er stolz ist. Daher sieht er seine Aufgaben als Fortführung einer erfolgreichen Firmentradition, mit einer immer noch vorhandenen Portion Pioniergeist. Dr. Kai-Udo Modrich geht es vor allem darum, dass die IBV die nächste Evolutionsstufe erreicht. Er ist überzeugt, „dass das in den letzten 25 Jahren vorwiegend klein- und mittelständisch geprägte Umfeld der Branche sich zunehmend mit Kundenanforderungen konfrontiert sieht, die Strukturen erfordern, welche durch Modernität, Globalität und Dynamik geprägt sind.“ Für ihn stehen daher global ausgerichtete Vertriebs- und Servicestrukturen, moderne Managementmethoden sowie dynamische und flexible Fertigungs- und Entwicklungsprozesse stärker im Fokus. Für Erhard Meier ist es etwas von Beidem: „Wertvolle Traditionen, wie beispielsweise die hohe Wertschätzung der Mitarbeiter, gilt es unbedingt fortzusetzen. Als Pionier betrachte ich mich insofern, als dass die Bildverarbeitung nach wie vor einen hohen Innovationsgrad besitzt und immer noch neue Anwendungsfelder erschlossen werden.“

Änderungen durch den Wechsel

Hat sich bei der Bildverarbeitung etwas geändert, dadurch dass neue Köpfe die Führung übernommen haben? Erhard Meiers Meinung ist: „Ändert sich in Systemen ein wesentliches Element, so ändert sich das ganze System. Aus diesem Grund dürfen wir wohl annehmen, dass auch die Bildverarbeitung durch den Generationswechsel nicht unberührt bleiben wird.“ Genaue Zukunftsprognosen was sich ändern wird, mag er aber nicht abgeben. Dr. Andreas Franz sieht durch den Generationswechsel wenige Änderungen, viel eher durch das Wachstum und die startende Konsolidierung der Branche an sich. Christof Zollitsch ist ähnlicher Meinung, stellt aber durchaus einige Veränderungen fest, die auch durch den Einstieg neuer Führungspersonen aus Bildverarbeitungsfremden Gebieten resultieren: „Insgesamt ist die Bildverarbeitungsindustrie inzwischen einfach erwachsen geworden und hat einen Reifegrad erreicht, in dem eine zunehmende Marktkonsolidierung als natürliche Entwicklung gesehen werden muss. Mögliche Veränderungen in der Bildverarbeitungslandschaft würde ich daher nicht zwingend mit dem Generationswechsel begründen, der sich derzeit in mehreren Unternehmen abzeichnet“, fasst er abschließend zusammen.

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