Jan-Erik Schmitt

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Bild: Vision Components GmbH

MIPI ist nicht das einzige Vision-Interface, aber es ist am besten geeignet für Embedded-Anwendungen, mobile Geräte und Edge-AI. Die meisten embedded Prozessoren nutzen MIPI CSI-2 für die native Anbindung von Kameras. Es ermöglicht eine optimale Verbindung zu ISPs, ohne zusätzliche Controller, CPU-Overhead und Latenz. Die Schnittstelle kann mit minimalem Platzaufwand und sehr kostengünstig realisiert werden; MIPI-Kameras sind kompakt und extrem energieeffizient. Sie bieten eine deutlich höhere Flexibilität als Kameras mit USB oder GigE-Vision. Dafür stehen robuste FPC-Kabel, Mikro-Coax-Kabel für Verbindungen bis zu 100cm oder GMSL2-Kabel mit bis zu 10m Länge zur Auswahl. Mit diesen Eigenschaften hat sich MIPI als de-facto Standard etabliert, von Smart Devices bis zu industriellen Anwendungen. Die große Auswahl an Bildsensoren, V4L2-Treiber für zahlreiche Prozessoren und Add-Ons wie FPGA-Beschleuniger, die direkt in den MIPI-Datenstrom integriert werden können, tragen ebenfalls dazu bei.