Direkte Kommunikation

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Reibungslose Interaktion Bildverarbeitung & Automatisierung

Die Machine-Vision-Software Merlic wurde auch speziell für Bildverarbeitungseinsteiger entwickelt, wie sie vielfach im Automatisierungsumfeld vorkommen. InVision sprach mit Thorsten Daus, Product Manager Merlic bei MVTec über die neuen Möglichkeiten seiner Software.

Seit Jahren wird das Zusammenwachsen der Automatisierung mit der Bildverarbeitung propagiert. Wo stehen wir aktuell?

T. Daus: Die industrielle Bildverarbeitung spielt seit langem eine Schlüsselrolle in der Automatisierung. Für eine reibungslose Interaktion beider Technologien wird es zunehmend wichtiger, dass die Bildverarbeitung direkt mit den Steuerungen kommuniziert. Möglich ist dies über eine Digitale I/O-Schnittstelle oder direkt über SPS-Protokolle. Hierfür bietet die Industrie aber noch kaum verlässliche Standards. Jeder Hersteller liefert ein eigenes Interface, ein Wildwuchs an Insellösungen ist die Folge. Einer der aktuell vielversprechendsten Standards ist OPC-UA. Der Standard ermöglicht einen durchgängigen Informationsfluss und schafft somit die Voraussetzungen für die nahtlose Einbettung von Machine Vision in moderne Smart-Factory-Konzepte.

Inwieweit kann Merlic helfen, die Lücke zwischen der Automatisierung und der Bildverarbeitung zu schließen?

T. Daus: Merlic unterstützt dank einer kompletten Integration von Digital I/O-Schnittstellen und OPC-UA den gesamten Prozess vom Bildeinzug über die Bildverarbeitung bis hin zur SPS der Maschine. Die Software bedient zudem exakt den steigenden Bedarf an einfach handhabbaren Bildverarbeitungslösungen: Als Stand-alone-Applikation bietet Merlic Funktionen, die dem Automatisierer helfen, schnell, einfach und ohne tiefe Programmierkenntnisse zur professionellen Vision-Anwendung zu kommen. So ist die Software z.B. dank der easyTouch-Funktion einfach zu parametrisieren. Zudem erleichtern die bildzentrierte Benutzeroberfläche und die integrierte Werkzeug-Sammlung den kompletten Erstellungsprozess. Eine Vereinfachung bietet auch der integrierte Designer: Damit kann der Automatisierer mittels Drag&Drop eine individuelle Benutzeroberfläche erstellen. Die Software fungiert also als einfach handzuhabende Schnittstelle zwischen dem klassischen Automatisierungsprofi und der professionellen Bildverarbeitung.

Was ist notwendig, damit die Automatisierer zukünftig stärker auf Bildverarbeitung setzen?

T. Daus: Neben Vereinfachung sollten moderne Machine-Vision-Lösungen noch weitere Nutzenaspekte bieten, welche die nahtlose Integration der Bildverarbeitung in Automatisierungs-Workflows begünstigen, z.B. für mobiles und vernetztes Arbeiten im Industrieumfeld. MVTec bringt dazu den vollen Funktionsumfang seiner Software-Bibliothek Halcon 12 auf mobile Endgeräte, die auf dem Betriebssystem Android basieren. Dies eröffnet neue Anwendungsszenarien für den Einsatz von Smartphones, Tablets oder Phablets in der industriellen Bildverarbeitung und schafft zusätzliche Potenziale für automatisierte Prozesse. Beispielsweise lässt sich damit die Wartung von Industrieanlagen optimieren: Muss eine bestimmte Komponente ausgetauscht werden, macht der Service-Techniker einfach eine Aufnahme per Mobilgerät. Die BV-Applikation identifiziert das betreffende Bauteil und stellt alle notwendigen Informationen für den weiteren Wartungs-Workflow bereit.

MVTec Software GmbH
www.mvtec.com

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