‚Think Big‘ war gestern

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Adapter macht C-Mount-Kamera S-Mount kompatibel

Die kleinen Objektive mit S-Mount-Gewinde sind längst erwachsen geworden und locken mit hohen Lichtstärken, Auflösungen bis zu 10MP und Preisvorteilen bis zu 90%. Doch was hilft es, wenn die eigene Kamera einen C-Mount-Anschluss hat?
In der Regel lässt sich dieses mechanische Problem mit Hilfe von speziellen ‚S-Mount- zu C-Mount-Adaptern‘ und weiteren Zubehörteilen lösen. Somit ist häufig der Einsatz eines kleinen S-Mount-Objektives auf eine ‚große‘ C-Mount-Kamera möglich, was neben einer deutlichen Kostenersparnis auch bei eingeschränkten Platzverhältnissen ein Vorteil sein kann. Leider können aber nicht alle C-Mount-Objektive durch die kleineren Geschwister ersetzt werden. Bedingt durch die kleine Bauart, kommt es vor allem bei Verwendung von großen Sensoren (ab 2/3″) zu Einschränkungen. Weitere Problembereiche sind Brennweiten über 50mm und Anwendungen, für die eine manuell einstellbare Blende oder ein Zoom-Mechanismus benötigt wird. Aber das Zubehörprogramm für S-Mount-Objektive wächst auch hier ständig weiter. Mit einer pfiffigen Lösung ist es ab sofort möglich, ein ‚einfaches‘ S-Mount-Objektiv nachträglich mit einem Filterglas oder einer Aufsatzblende auszustatten. Grob geschätzt dürfte sich in 50% aller Anwendungsfälle ein geeigneter Ersatz aus dem S-Mount-Lager finden.

Der richtige Adapter

Hier richtet sich die Auswahl nach dem Objektiv, vor allem aber nach der möglichen ‚Eintauchtiefe‘, also dem benötigten Abstand zum Sensor. Auch ob das eingesetzte Objektiv im Adapter stufenlos verstellbar bleiben soll, oder eine einfache Fixierung genügt, muss im Vorfeld bedacht werden. Der Adapter wird anschließend – je nach Modell – im C-Mount-Gewinde versenkt oder – ähnlich einer Schutzabdeckung – aufgeschraubt. In der Mitte des Adapters befindet sich das S-Mount-Gewinde, in dem das Objektiv in die gewünschte Position geschraubt wird. Vor allem im Industrieeinsatz und Anwendungen, in denen Vibrationen auftreten können, ist unbedingt der Einsatz eines Lockrings zu empfehlen. Durch einen solchen Feststellring, wird das S-Mount-Objektiv im Gewinde ‚eingeklemmt‘ und somit sicher vor einer unerwünschten Lockerung geschützt.

Fazit

Nicht immer, aber immer öfter, ist ein S-Mount-Objektiv die clevere Alternative zu den teuren und sperrigen C-Mount-Platzhirschen. Einen Vergleich sollte man auf jeden Fall wagen. Die kurze Einarbeitungszeit in das Thema macht sich oft schon beim ersten Versuch bezahlt.

www.lensation.de

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