GD&T-Analyse in CT-Modellen transparent machen

GD&T-Analyse in CT-Modellen transparent machen

Konstruktionszeichnungen enthalten fast immer verschiedene Form- und Lagetoleranzen (GD&T). Handelt es sich dabei um komplexe Bauteile, z.B. mit hohem Kunststoff- oder Leichtmetallanteil, ist die CT für die Vermessung prädestiniert. GD&T-Analysen können jetzt über eine Farbcodierung verständlich dargestellt werden.

 Ein Kunststoff-Steckerbauteil mit überlagerten Toleranzfeldern am Beispiel von mehreren Profil- und Positionstoleranzen mit relativer Farbskala. Die Färbung richtet sich nach den praxisrelevanten Abweichungen. Zusätzlich wurde ein Soll-Ist-Vergleich auf das gesamte Bauteil angewendet, dessen absolute Abweichungen auf der senkrechten Skala abgelesen werden können. (Bild: Volume Graphics GmbH)

Ein Kunststoff-Steckerbauteil mit überlagerten Toleranzfeldern am Beispiel von mehreren Profil- und Positionstoleranzen mit relativer Farbskala. Die Färbung richtet sich nach den praxisrelevanten Abweichungen. Zusätzlich wurde ein Soll-Ist-Vergleich auf das gesamte Bauteil angewendet, dessen absolute Abweichungen auf der senkrechten Skala abgelesen werden können. (Bild: Volume Graphics GmbH)

Es ist die bekannte Ausgangslage wie bei den klassischen Soll-Ist-Vergleichen auf der Basis von Allgemeintoleranzen: Um die Maßabweichungen eines gemessenen Werkstücks transparent zu machen, färbt die CT-Analysesoftware von Volume Graphics das 3D-Modell eines gescannten Bauteils unterschiedlich ein. Grünwerte stehen für Abweichungen innerhalb der Toleranz, Rot- und Blauwerten für Abweichungen außerhalb. Eine Skala am Rand gibt Auskunft, welcher Farbwert welcher Abweichung – z.B. in Zehntel Millimetern – entspricht. Enthält die Konstruktion nun Form- und Lagetoleranzen, sind auch die Messergebnisse für die betreffenden Details sichtbar zu machen. Die vom Konstrukteur im CAD-Modell hinterlegten Toleranzangaben werden vollautomatisch in das CT-Modell übernommen. Die Software visualisiert sie nach demselben Prinzip der Farbcodierung, nur, und das ist das Neue, dass sie jetzt unterschiedliche Toleranzfelder berücksichtigt: die gröberen Allgemeintoleranzen des Soll-Ist-Vergleichs und die in der Regel engeren Toleranzwerte der Form- und Lagetoleranzen. Häufig möchte ein Qualitätstechniker allerdings nur bestimmte Details am gescannten Bauteil untersuchen. Richtet sich der Fokus z.B. auf eine Formtoleranz, so lassen sich die Abweichungen durch lokale Soll-Ist-Vergleiche und einem Bestfit leicht feststellen. Das Toleranzfeld wird dann durch zwei, in gleichem Abstand nebeneinander liegenden Flächen gebildet, der oberen und unteren Grenzfläche, also durch ein Volumen. Anhand der Farbdarstellung ist auch hier sofort klar, wo die Ist-Kontur außerhalb des Toleranzvolumens liegt.

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Volume Graphics GmbH
www.volumegraphics.com

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