Augensteuerung

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Bild: eyeV GmbH
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Bild: eyeV GmbH

Wie kam es zur Gründung Ihres Unternehmens und was wollen Sie damit erreichen?

EyeV entstand 2017 aus dem Masterstudium an der Hochschule Worms, wo sich die beiden Gründer Jonas Kuntze und Konstantin Wachendorff mit Eye-Tracking beschäftigten. Ursprünglich wollten wir nur Software für zugekaufte Hardware entwickeln, bis SMI von Apple und The Eye Tribe von Facebook übernommen wurden und der Markt für offene Eye-Tracker faktisch verschwand. Also bauten wir selbst. Heute wollen wir unsere über Jahre gereifte Embedded-Vision-Plattform nicht nur im AAC-Bereich, sondern auch für industrielle Serienanwendungen verfügbar machen.

Auf welche Fragen werden Ihre Produkte eine Antwort geben?

Unser Skyle Industrial Module beantwortet die Frage, wie sich kamerabasierte KI-Anwendungen mit eigener Beleuchtung und dedizierter NPU-Rechenleistung robust ins Feld bringen lassen – in Serie und wirtschaftlich. Die Plattform kombiniert einen 5MP-Global-Shutter-Sensor mit 60fps, IR-Beleuchtung und TensorFlow-Lite-Inferenz auf ARM-Basis; Sensor und Beleuchtung sind kundenspezifisch austauschbar. Einsatzfelder sehen wir in Medizintechnik, Automotive, Industrie 4.0 und Maschinenbedienung.

Was macht Ihr Unternehmen einzigartig?

Wir beherrschen die gesamte Kette: Optik, Beleuchtung, MIPI-Sensorintegration, Embedded-Plattform und KI-Pipeline. Diese Kompetenz haben wir unter den anspruchsvollen Bedingungen assistiver Technologie erarbeitet: wechselnde Lichtverhältnisse, niedrige Latenz, Sub-Pixel-Genauigkeit. Das kommt jetzt industriellen Anwendungen zugute. Je nach Bedarf liefern wir nur die Hardware, unterstützen bei der Integration oder entwickeln und trainieren KI-Modelle gemeinsam mit dem Kunden – mit dem klaren Ziel Serienprodukt.

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