Mutimaterialmodus-Algorithmus für CT-Analysesoftware

Bild 2 | Der Stecker aus Bild 1 wurde mit Hilfe des Mulitmaterialmodus in ein Netzmodell konvertiert. Das Modell eignet sich für die Weiterverarbeitung in Simulationssystemen. (Bild: Volume Graphics GmbH)

Überlappungen wo keine sind

Messungen an Multimaterialobjekten haben zuweilen jedoch ihre Tücken. Bislang musste der Qualitätstechniker die einzelnen Komponenten für sich segmentieren. Dabei konnte es vorkommen, dass die Oberflächenbestimmung bei zwei sich berührenden Materialien nicht nur eine, sondern zwei Begrenzungsflächen findet. Das CT-Modell zeigt dann Überlappungen oder Fugen, wo in Wirklichkeit keine sind. „Zwei verschiedene, aneinander grenzende Materialien stellen die Oberflächenfindung vor ganz andere Herausforderungen als ein Objekt, das nur von Luft umgeben ist“, erklärt Gerd Schwaderer, Product Manager Metrology & CAD bei Volume Graphics. „Die unterschiedlichen Materialien können sich gegenseitig beeinflussen, z.B. bei der typischen Kombination Kunststoff-Metall mit sehr unterschiedlichen Werten für die Dichte. Die gemeinsame Berührungsfläche wird dann nicht mehr als solche sichtbar.“ Der Qualitätstechniker muss in derartigen Fällen bisweilen manuell korrigieren. Er kann auch ein CAD-Modell als Startkontur zur Hilfe nehmen, um die Berechnung zu beschleunigen. Auf welches Hilfsmittel er auch zurückgreift, die Bestimmung der Oberfläche nimmt zusätzliche Zeit in Anspruch. Oft verzichtet er daher ganz auf den Mehraufwand und beurteilt den Zustand seiner Baugruppen nur qualitativ. Wo nachzubessern ist, bleibt dann aber unsicher.

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Volume Graphics GmbH
www.volumegraphics.com

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