Viel wird über die Verschiebung des Spektrums vom sichtbaren in den SWIR-Bereich gesprochen.
A. Schaarschmidt: SWIR ist der Wellenlängenbereich zwischen 1 bis ca.2,5µm. CCDs oder manche CMOS-Sensoren ‚kratzen‘ bei sehr schlechtem Wirkungsgrad gerade so an den 1µm, bieten aber im NIR recht gute Möglichkeiten, mit üblichen IR-Dioden so manches Problem zu lösen. Spezielle SWIR-Sensoren in InGaAs Technik bieten heute mehr Auflösung (fast VGA) bzw. mehr Zeilenlängen (2K) an und werden zudem mit höheren Stückzahlen auch weiter günstiger. Der SWIR-Markt ist sicherlich ein Bereich, der sich schnell entwickeln wird, da er für die Inspektion und Qualitätssicherung viele neue Möglichkeiten bietet.
Inwieweit wird sich zukünftig die Funktionalität von Kameras erweitern?
A. Schaarschmidt: Man muss sich entscheiden. Baut man ‚geradeaus‘ Kameras mit dem Ziel, das beste Bild unter Berücksichtigung der Beleuchtung und Optik aus der Applikation zu holen oder fügt man eine Auswertung hinzu, mit dem Ziel möglichst eigenständige Systeme herzustellen, also eine intelligente Kamera. Die Erfahrung zeigt, dass der Markt beide Lösungen benötigt. Zudem wächst die Leistung der Industrie-PCs ständig, so dass die Geräte heute deutlich mehr Operationen durchführen können, als noch vor ein paar Jahren. Beschäftigte man sich vor Kurzem noch mit den Themen Datenvorverarbeitung bzw. -reduktion, ist dies heute schon wieder egal, weil die Leistung inzwischen einfach da ist.

















