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Optomotive bietet hochgradig anpassbare und vom Nutzer programmierbare FPGA-basierte High-Speed-SmartVision-Kameras.
Optomotive bietet hochgradig anpassbare und vom Nutzer programmierbare FPGA-basierte High-Speed-SmartVision-Kameras. Bild: Laser 2000 GmbH

Herr Pabst, was hat sich seit unserem letzten Interview vor einem Jahr bei Laser 2000 alles getan?

Marcel Pabst: Ein zentrales Element unserer strategischen Neuausrichtung war die konsequente Dezentralisierung unseres Vertriebs. Heute sind unsere Teams direkt in den jeweiligen Märkten präsent und agieren deutlich näher am Kunden – ein entscheidender Vorteil in einem dynamischen Umfeld wie der Photonik. Durch die gewachsene Kundennähe verbessern wir nicht nur die Kommunikation, sondern erkennen frühzeitig Marktveränderungen und können proaktiv reagieren. Das bedeutet für unsere Kunden: schnellere Reaktionszeiten, maßgeschneiderte Lösungen und direkter Zugang zu technischer Expertise.

Mit der Gründung unserer Niederlassungen in Schweden und Italien haben wir zudem unsere Präsenz in strategisch wichtigen Märkten deutlich gestärkt. Gemeinsam mit den Schwesterfirmen in Großbritannien und den Benelux-Staaten gehören wir heute zu den führenden Photonik-Distributoren Europas. Diese europäische Schlagkraft eröffnet neue Synergien – für unsere Kunden als auch für unsere Lieferanten. Parallel dazu haben wir unsere technischen Labore in Weßling und Bordeaux neu ausgerichtet und ausgebaut. Damit reagieren wir auf die steigende Nachfrage nach Applikationsberatung und Voraustests. Unsere Kunden wollen neue Technologien nicht nur kennenlernen, sondern vor dem Rollout validieren. Wir liefern dafür die passende Infrastruktur und das Knowhow. Auch auf politischer Ebene hat sich einiges bewegt: Die aktuelle Regierungskoalition hat die Photonik ausdrücklich als Schlüsseltechnologie für die Zukunft Deutschlands anerkannt. Im Koalitionsvertrag wird sie in einem Atemzug mit Quantentechnologie, Robotik, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Mikro- und Nanoelektronik genannt. Das sind starke Signale, die unserer Branche wichtige Impulse geben. Sie machen deutlich: Photonik ist kein Nischenthema, sondern ein strategischer Treiber für Fortschritt.

BlueVision bietet prismenbasierte Multi-Sensor-Zeilen- und Flächenkameras für spektroskopische und polarisierte Anwendungen.
BlueVision bietet prismenbasierte Multi-Sensor-Zeilen- und Flächenkameras für spektroskopische und polarisierte Anwendungen. Bild: Laser 2000 GmbH

Seinerzeit haben sie angekündigt den Bereich Machine Vision deutlich stärker auszubauen: Wie sieht es damit aus?

Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil unseres Distributionsansatzes liegt in der Systemkompetenz: Wir bieten alle Schlüsselkomponenten für Machine-Vision-Lösungen aus einer Hand – effizient, optimal aufeinander abgestimmt und mit maximaler Flexibilität für den Kunden. Während viele Hersteller nur Teilbereiche abdecken, ermöglichen wir ganzheitliche, sofort einsatzbereite Lösungen. Unser neu strukturiertes Portfolio ist dabei ein echter Gamechanger: Mit Optomotive aus Slowenien haben wir den Technologieführer für 3D-Laser-Triangulation ins Boot geholt – perfekt abgestimmt auf unsere Osela Linienlaser für präzise industrielle Anwendungen. Emergent Vision aus Kanada bringt 100GigE-Kameratechnologie auf ein neues Niveau und erschließt uns neue, wachstumsstarke Märkte wie Displayprüfung, High-End-Sportanalyse und Entertainment. Besonders stolz sind wir auf die Partnerschaft mit Bluevision aus Japan, einem Marktführer für prismabasierte Multispektral- und Polarisationskameras. In Kombination mit den Hyperspektralkameras von Resonon schaffen wir so ein hochdifferenziertes Angebot für anspruchsvolle Bildverarbeitungslösungen. Ergänzt wird das Portfolio durch namhafte Hersteller wie Schneider Kreuznach, OnSemi, Phrontier, Chroma, Genesi und weitere – damit bieten wir eine Auswahl, die in Europa ihresgleichen sucht.

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Bild: Laser 2000 GmbH

Ist Laser 2000 mit seinem aktuellen Portfolio rein auf den deutschsprachigen Markt ausgerichtet?

Nein, neu in Europa sind wir keineswegs, im Gegenteil: Mit der Laser 2000 SAS in Bordeaux sind wir seit vielen Jahren ein etablierter Partner der französischen Photonikbranche. Auch in Italien blicken wir auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Die Gründung der Laser 2000 SRL in Italien war daher ein logischer nächster Schritt, um unsere Präsenz weiter zu festigen und auszubauen. Besonders dynamisch entwickelt sich aktuell die Region Skandinavien und das Baltikum. Mit der Gründung der Laser 2000 AB in Stockholm und Julia Matthes als Sales Manager Nordics & Baltics setzen wir dort gezielt auf lokale Expertise und Nähe zum Kunden. So schaffen wir die Basis für nachhaltiges Wachstum und langfristige Partnerschaften in weiteren Schlüsselregionen Europas.

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