
Bildsensor, Prozessor für die Datenverarbeitung, Speicher und Software-Treiber: Die VC EvoCam integriert alle Komponenten für Bilderfassung und Bildverarbeitung auf einer nur 65x40mm winzigen Platine. Damit ist die Integration von Embedded Vision in Smart Devices schneller und einfacher möglich. Ein MediaTek Genio 510 Prozessor sorgt für ausreichend Rechenleistung für Embedded-Vision-Anwendungen. Auf der Embedded World 2026 wird das erste Modell der Kameraserie präsentiert, ausgestattet mit dem 3,2MP IMX900 Global Shutter Bildsensor von Sony.
Große Auswahl an Bildsensoren
Die EvoCam führt die Serie der VC Platinenkameras fort, die vor 30 Jahren mit der von Firmengründer Michael Engel entwickelten VC11 als der ersten, industrie- und serientauglichen Smart Kamera begonnen hat. Fokus der aktuellen Generation liegt auf maximaler Flexibilität bei der Konfiguration und Integration. Die Kameraserie ist mit den aus dem VC MIPI Kameraportfolio bekannten Bildsensoren erhältlich, die direkt auf der Platine integriert sind. Alternativ gibt es Remote-Head-Varianten, die über ein- oder zwei abgesetzte und per Kabel angebundene Sensorköpfe verfügen. Damit ist die Integration auch bei minimalem Bauraum und mit noch mehr Freiheit bei der Anordnung des optischen Systems möglich.
Interface-Boards für die Integration
Für Flexibilität und Anpassbarkeit sorgt auch der 100-Pin Board-to-Board-Steckverbinder, mit dem die Kamera ausgestattet ist. Er stellt die Signale des Prozessors für I/Os, gängige Schnittstellen wie I²C, USB, Ethernet und Video-DSI sowie PCIe für zusätzliche Erweiterungen zur Verfügung. Zum Serienstart bietet Vision Components zwei dazu passende Interface-Boards an: Eine minimalistische Variante mit Stromversorgung, I/Os für Trigger und Blitzsteuerung sowie USB und RJ45/LAN, die mit einem Platinenmaß von ca. 50x40mm ideal zum Format der EvoCam passt, sowie eine Evaluation-Board-Variante für Prototyping und Funktionsmuster, bei der alle von der Kamera unterstützten Funktionen des Prozessors auf physische Schnittstellen geführt sind. Für Serienprodukte unterstützt die Firma bei der Entwicklung individueller Interface-Boards.

Mediatek Genio 510 mit AI-Fähigkeiten
Als Prozessor für die EvoCam kommt der MediaTek Genio 510 zum Einsatz, der speziell für smarte Edge-Devices entwickelt wurde. Vision Components macht den Prozessor erstmals für Vision-Anwendungen verfügbar und ermöglicht damit das Design professioneller Anwendungen, verbunden mit der im Consumer-Bereich vielfach bewährten Rechenleistung und Funktionalität sowie dem günstigen Preis-Leistungsverhältnis des Prozessors. Der Prozessor verfügt über zwei ARM Cortex-A78 und vier ARM Cortex-A55 Rechenkerne, eine ARM Mali-G57 GPU sowie eine NPU mit einer Leistung von 3,2 TOPS. Für Vision-Anwendungen bietet der Prozessor einen integrierten ISP, der 32MP große Bilddaten mit einer Geschwindigkeit von 30fps verarbeiten kann. Als Speicher stehen bis zu 2GByte RAM sowie 16GByte Flash-Speicher zur Verfügung. Über SD 3.0 kann weiterer Speicherplatz integriert werden.
Treiber im OS integriert
Mit der EvoCam erhalten Kunden ein Embedded-Vision-System, das direkt in ihre Geräte und Anwendungen integriert werden kann. Das Zusammenspiel zwischen Bildsensoren und Prozessorboard ist softwareseitig komplett umgesetzt und alle notwendigen Treiber sind im Debian-Linux Betriebssystem der EvoCam integriert. Damit werden gängige Funktionen direkt unterstützt; Demo-Applikationen für häufige Anwendungen sind ebenfalls im Board-Support-Package enthalten.
Weitere Neuheiten von Vision Components auf der Embedded World sind das VC MIPI IMX454 Kameramodul für multispektrales Imaging, die Neun-Kamera-Array Multiview Cam sowie weitere Lösungen aus dem VC MIPI Bricks System für die Vision-Integration.














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