IO-Link auf der Roadmap

Wo ist aktuell noch die Grenze von IO-Link für Bildverarbeitungsanwendungen?

Frank Neuwirth: IO-Link hat seine wesentliche Beschränkung in der maximal übertragbaren Datenmenge. Es gibt zwar aktuell Bestrebungen, diese Grenze nach oben zu verschieben, doch für eine Übertragung von kompletten Bildern mit hoher Frequenz ist IO-Link einfach nicht gemacht. Da Vision-Sensoren aber sowieso immer mehr Bildverarbeitung direkt im Sensor vornehmen, ist dies in vielen Anwendungen gar kein Nachteil. Bei unserem Multicode-Reader mit IO-Link-Schnittstelle ist das hochaufgelöste Bild eines QR-Codes nicht entscheidend, sondern die Information, die im Code gespeichert ist. Und diese lässt sich problemlos über IO-Link übertragen. @Abstract:

Dürfen wir weitere Visionprodukte mit IO-Link von ifm erwarten?

Wir haben schon vor einigen Jahren entschieden, dass alle neuen Sensoren von ifm eine IO-Link-Schnittstelle erhalten sollen. Die Technologie hat durch seine Einfachheit und die digitale Datenübertragung enorme Vorteile. Deswegen werden auch die meisten Vision Sensoren, die auf unserer Roadmap stehen, mit IO-Link-Schnittstellen ausgestattet werden.

Bestimmen zukünftig die Sensorik- und Automatisierungshersteller die auf der SPS ausstellen, wie Bildverarbeitung funktioniert und nicht länger die klassischen Bildverarbeitungshersteller einer Vision?

Da ifm sowohl auf der SPS als auch auf der Vision ausstellt, wäre die passende Antwort: Sowohl als auch. Es kommt aber natürlich immer auf die konkrete Aufgabenstellung für die Bildverarbeitung an. Es gibt aber sicher einen Trend, immer mehr Bildverarbeitung direkt in der Kamera vorzunehmen. So gibt es zahlreiche Anwendungen, bei denen ein smarter Vision Sensor aus dem aufgenommenen Bild eine Information erzeugt, die beispielsweise für die Automatisierung einer Maschine oder Anlage benötigt wird. Solche Produkte und Lösungen sind auf jeden Fall auf der SPS zu finden – wir als ifm zeigen diese allerdings auch auf der Vision. Zusätzlich finden Anwender auf der Vision für sehr komplexe Anforderungen die passenden Lösungen. Wie Bildverarbeitung in Zukunft funktioniert, hängt also von den genauen Anforderungen ab.

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