Für die fertigungsnahe Messtechnik spielt die Bewegungsunschärfe eine wichtige Rolle, wenn zuverlässig in Bewegung gemessen und geprüft werden muss. Dabei tritt typischerweise eindimensionale Bewegungsunschärfe auf, wie sie z.B. durch einen zu schnellen Vorschub des Prüfobjektes entsteht. Sie kann unter Berücksichtigung der o.g. Formel kompensiert werden. 2D-/3D-Bewegungsunschärfe ist schwieriger zu erkennen und zu beseitigen, besonders wenn sie durch Schwingungen von Kamera mit Objektiv und/oder Prüfobjekt in der Ebene oder im Raum verursacht wird.
Anstrengungen, die Bewegungsunschärfe zu verringern, geraten bei schnelllaufenden Maschinen an ihre Grenzen. Trotz immer leistungsfähigerer Lichtquellen und Blitzcontroller ist die in kürzester Zeit verfügbare Lichtmenge immer noch begrenzt. Um dennoch ein hinreichend belichtetes und kontrastreiches Bild zu erlangen, muss meist die Belichtungszeit oder Leuchtdauer auf Kosten einer größeren Bewegungsunschärfe verlängert werden.

















