
Intel RealSense Kamera als Basis
„Ursprünglich habe ich nur einen einfachen Weg gesucht, Kalorien zu zählen“, erzählt Christopher Mutti, Gründer und CEO von FoodPhone. Als leidenschaftlicher Hockeyspieler war er gezwungen, auf seine Ernährung zu achten, sein Gewicht und die Kalorien unter Kontrolle zu halten. In analogen Zeiten oder später mit Hilfe von Computer und Internet war das Kalorienzählen für ihn nicht nur ungenau, sondern auch äußerst kompliziert und dauerte (zu) lang. Der gelernte Maschinenbauingenieur wollte auf einfache Weise sehen, was und wie viel er isst. Die Idee, eine Mahlzeit mit einem einzigen Bild von einer Kamera oder einem Handy zu analysieren, hatte er schon um die Jahrtausendwende, doch die Technik war damals noch nicht soweit. 2013 hatte sich aber die Rechenleistung von Smartphones bereits so weit entwickelt, dass sie komplexe Algorithmen verarbeiten konnte, und durch Projekte wie ImageNet der Stanford University, war auch eine Vision-basierte KI-Technologie verfügbar. Zusammen mit einem Team von erfahrenen Wissenschaftlern aus den Bereichen Neuronale Netzwerke & KI, 3D- sowie Hyperspectral-Bildverarbeitung sowie erfahrenen Ingenieuren im Bereich Kamera- und Objektivdesign beschloss Mutti, Patente zu entwickeln, um seine Idee in die Tat umzusetzen. Der erste Prototyp, liebevoll als Million Dollar Blue Box bezeichnet, wurde aus off-the-shelf Komponenten gebaut und maß noch 8x7x3 Zoll. Die Box war die kleinste damals machbare Kombination von 3D, RGB und NIR, die reinen Materialkosten lagen aber bei ca 3.000USD. Es dauerte noch mehr als fünf Jahre, bis der technologische Fortschritt die Leistung, Größe und auch Erschwinglichkeit brachte, um FoodPhone zu einer praktikablen Lösung für das tägliche Leben zu machen. Mutti und sein Team haben mit der Intel RealSense Kamera das perfekte Produkt in Größe und Preis gefunden, um die notwendigen Daten für die Erkennung und Analyse der Lebensmittel zu liefern. Die Kameras werden dazu in eine Handyhülle eingebettet, die Größe und das Aussehen des Cases bleibt dabei fast unverändert. So kann die FoodPhone-Handyhülle heute bereits zu einem Einzelhandelspreis von wenigen hundert Dollar angeboten werden. Nach dem Kauf wechseln die Nutzer einfach ihre Handyhülle, laden die App herunter und können sofort beginnen, Fotos ihrer Mahlzeiten zu machen. Das Handy zeigt innerhalb von Sekunden die genauen Nährwerte an.

















