Was verspricht sich die industrielle Bildverarbeitung davon?

Dr. Noffz: Vorteil ist hier ganz allgemein eine schnellere Produkteinführung. Kommt in der Fabrikautomation nur eine Sprache zum Einsatz, muss auch die industrielle Bildverarbeitung nur eine Sprache lernen. Dies gibt den Herstellern von Bildverarbeitungssystemen eine größere Zukunftssicherheit. Die Systeme lassen sich außerdem schneller integrieren, insbesondere in die SPS-Software. Die einheitliche Semantik wird voraussichtlich zur Entwicklung generischer HMI-Schnittstellen (Human Machine Interface) für Bildverarbeitungsgeräte führen. Einen weiteren Vorteil bietet die direkte Integration von eingebetteten Kameras und Sensoren in die Produktionslinie für neuartige Anwendungen. Die industrielle Bildverarbeitung in der Fabrikautomation wird die Bildverarbeitungsbranche vorantreiben.

Und wie profitieren die Anwender vom Standard?

Dr. Noffz: Alle Prozesse und Komponenten sind ohne Technologiebrüche miteinander verbunden. Die Datenerfassung, -verarbeitung und -speicherung findet lokal in dezentralen Sensorknoten statt. Da durch die einheitliche Semantik die Datenstrukturen konsistent sind, vereinfachen sich beispielsweise Engineering und Wartung einer Anlage oder der Austausch von Komponenten. Eine partiell autarke Fertigung ist vorstellbar, in der intelligente Handlungen ohne manuelle Eingriffe von alleine ablaufen. Systemintegratoren und Endkunden werden durch solch intelligente Systeme entlastet.

Werden künftig komplette Kamerabilder über OPC UA gestreamt?

Dr. Noffz: Das Client-/Server-Modell erlaubt keine Bild-/Video-Streams in der industriellen Bildverarbeitung, da ein angefragter Server (z.B. Kamera) Bilder fortlaufend sendet. Jedoch können kontinuierliche Streams durch Events oder Alarme erzeugt werden, wie etwa bei RFID. Problematisch bleiben die sehr großen Rohdaten der Bilder. Mit OPC UA soll es aber eine Echtzeit-Erweiterung geben. Bis es so weit ist, bleibt die SPS für dezentrale Auswertungen weiterhin unverzichtbar.



  • Mind the Gap

    Conventional line-scan hyperspectral imagers are fundamentally constrained so they cannot simultaneously provide good imaging and high throughput needed for large SNR. To…


  • Gelungene Premiere

    Das von HD Vision Systems und Partnern (AT Sensors, Balluff, Lucid Vision, Pepperl+Fuchs, …) erstmalig organisierte Intelligent Automation & Inspection Forum im…


  • Licht vermessen

    Für die Vermessung der Wirkungen von Licht gibt es zwei Möglichkeiten: eine neutrale und eine menschenbezogene. Jede der beiden besitzt ein eigenes…


  • Welcome back

    Vom 20. bis 21 Mai findet das Comeback der CHII (Conference on Hyperspectral Imaging in Industry) in Graz statt. An den zwei…


  • Premiere!

    Da die Messe Control auf einen Zwei-Jahres-Rhythmus gewechselt ist und erst 2027 wieder stattfindet, veranstaltet die P. E. Schall in diesem Jahr…


  • Vision Weighing

    Modern egg grading increasingly relies on vision-based systems to support consistent quality assessment and efficient grading at high capacity. In Sanovo grading…


  • CRA & Machine Vision

    Für IDS beeinflusst der CRA vor allem, wie wir sicherheitsrelevante Rückmeldungen aus dem Feld verarbeiten: Hinweise müssen schnell bewertet und in Korrekturen…


  • Thomas Hopfner

    Machine-Vision-Software ist eine wesentliche Komponente von modernen Produktionssystemen.


  • Anne Wendel

    Beim Cyber Resilience Act (CRA) handelt es sich um eine neue europäische CE-Kennzeichnungsverordnung, die in Gänze ab Dezember 2027 Anwendung findet.


  • I’m (not) on fire

    Industrial lumber manufacturing is a high-speed, high-volume industry that operates machinery with intense friction at all most stages of a production. Common…