MIPI-Module, verschiedene Sensoren und eigene Kabel – Interview

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MIPI-Module, verschiedene Sensoren und eigene Kabel – Interview

Vision Components hat dieses Jahr verschiedene MIPI-Module vorgestellt. Wie sich diese vom Wettbewerb unterscheiden, wollte inVISION von Jan-Erik Schmitt, Geschäftsführer Vertrieb bei Vision Components, erfahren.

Es gibt derzeit keinen Wettbewerber, der schon eine so große Auswahl an MIPI-Modulen bietet. Jan-Erik Schmitt, Vision Components (Bild: Vision Components GmbH)

Es gibt derzeit keinen Wettbewerber, der schon eine so große Auswahl an MIPI-Modulen bietet. Jan-Erik Schmitt, Vision Components (Bild: Vision Components GmbH)

inVISION: Worin unterscheiden sich die MIPI-Kameramodule von Vision Components zu vergleichbaren Wettbewerbsprodukten?

Schmitt: Aus dem verfügbaren Angebot an Bildsensoren mit MIPI-Schnittstelle haben wir ein möglichst breites Spektrum an Auflösungen ausgewählt. Wir bieten aktuell drei Global-Shutter-Sensoren und drei Rolling-Shutter-Sensoren an, sowohl s/w- als auch Farbsensoren. Mit dabei sind verschiedene Sony-Sensoren aus der Pregius- und Starvis-Serie. Wir planen zudem, die Familie ständig zu erweitern. Natürlich orientieren wir uns dabei auch an der Nachfrage. Aktuell sind weitere zwölf MIPI-Platinen in Arbeit; als nächstes werden wir ein Kameramodul mit Global-Reset-Shutter launchen. Der Sensor hat einen Rolling-Shutter, kann aber auch Momentaufnahmen aller Pixel machen, was eine preisgünstige Alternative zum echten Global-Shutter ist.

inVISION: Warum haben Sie für die MIPI-Module eigene Kabel entwickelt?

Schmitt: Die MIPI-Spezifikation CSI-2 enthält keine Beschreibung der Kabel und der Stecker. Das Steckerkonzept von Raspberry Pi hat sich bei verschiedenen Herstellern als Quasi-Standard durchgesetzt, aber es gab dafür bisher keine zufriedenstellenden Kabel. Der MIPI-Standard ist gerade deshalb so vorteilhaft, weil er hohe Datenraten ermöglicht. Unser Kabel wird dem gerecht, weil es die volle Bandbreite unterstützt. Mit den vom Raspi übernommenen Steckern können wir Geräte mit 15- und 22-poligen Ports anbinden.

inVISION: Vision Components ist an den Firmen Notavis und Carrida Technologies beteiligt. Worum geht es bei den Firmen?

Schmitt: Notavis ist ein Vertriebspartner für OEM-Lösungen und Projekte in der Bildverarbeitung, der als Besonderheit fertige Komplettpakete für alle Vision-Anwendungen und eine eigene Software-Suite anbietet. Carrida Technologies hat von Vision Components und SL Solutions den Geschäftsbereich Automatische Nummernschilderkennung (ANPR) übernommen. Hauptprodukte sind Software zum Lesen von Nummernschildern und Erkennen von Fahrzeugtypen weltweit. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass unser Angebot wettbewerbsfähig ist. Daher die Entscheidung, das ANPR-Geschäft auszugründen. Vision Components soll sich strategisch weiter auf die Entwicklung hochwertiger Embedded-Vision-Hardware spezialisieren.

Themen:

| Fachartikel

Ausgabe:

inVISION 5 2019
Vision Components GmbH
www.vision-components.com

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