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Während echte Zeichenfehler (l.) erkannt werden müssen, darf die Software die Ziehharmonika-Verzerrungen des Runddrucks (r.) parametergesteuert tolerieren. (Bild: Compar AG)

Komprimiertes Praxis-Knowhow

„Unsere neue Software enthält das gesamte Erfahrungswissen aus einer Vielzahl über die Jahre hinweg realisierter Einzellösungen in einem äußerst vielseitig einsetzbaren Gesamtpaket“, verrät Haller. Dazu gehören auch komplexe Fähigkeiten wie die Berücksichtigung von Verzerrungen z.B. bei flexiblen Materialien wie Folien oder Textilien, die Verwendung von Masken zur Ausblendung störender Umgebungsinformationen wie z.B. Halterungen oder die Prüfung bestimmter Bereiche auf Flecken oder Spritzer. Bei Bedarf kann auch der Ästhetik Vorrang vor der Perfektion gegeben werden, beispielsweise bei Spielwaren, wo u.U. kleinere Fehler toleriert werden können, solange sie nicht das Auge stören. Ein Highlight ist die Fähigkeit, den Druck auf Bereichen eines Produkts zu prüfen, die nur teilweise hinter einem Ausbruch in einer Verpackung zu sehen sind. Die Software erkennt hierbei, um welchen Ausschnitt des Druckbilds es sich handelt, und prüft ausschließlich den sichtbaren Bereich auf Fehler. Beispiele für solche Anwendungen sind Stichsägeblättersortimente oder Produkte mit einer Skala in Verkaufsverpackungen aus bedrucktem Karton.

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Während kleinere Pigmentstörungen innerhalb der Farbflächen bis zu einem bestimmten Grad toleriert werden dürfen, sind sie ab einer definierten Schwelle (r.) ein Ausschusskriterium. (Bild: Compar AG)

Hohe Anwenderfreundlichkeit

„Bei der Konzipierung der Software stand eine möglichst hohe Anwenderfreundlichkeit im Vordergrund“, betont Haller. Im Prinzip bündelt sie Softwaremodule aus einer Vielzahl bisher realisierter Entwicklungen, auf die mithilfe einer strukturierten Benutzeroberfläche zugegriffen werden kann. Das Paket lässt sich ohne Vorkenntnisse bedienen und dank der im Hintergrund verfügbaren Modulbibliotheken schnell für unterschiedlichste Einsatzbereiche konfigurieren. Es kann daher jederzeit auch an andere Druckverfahren oder Produkte angepasst werden. Hierarchisch gestaffelte Zugangsberechtigungen ermöglichen vorher festgelegten Mitarbeitern das Einlernen von neuen oder geänderten Bildmustern, z.B. beim Auftreten unvorhergesehener Fehlerkategorien oder beim Einlernen neuer Produkte. Damit lässt es sich flexibel an die im jeweiligen Unternehmen vorhandene Personalstruktur anpassen. Bei Bedarf kann der Funktionsumfang mithilfe von VisionExpert um zusätzliche Bildverarbeitungsthemen wie Vermessung, Positionskontrolle usw. erweitert werden.