Blau: Präzision für feine Strukturen

Blaues Laserlicht hat die kürzeste Wellenlänge der drei Standardbereiche. Dadurch kann sich die Abbildung feiner Strukturen und Kanten in bestimmten optischen Aufbauten präziser auslegen lassen. Der Speckle-Effekt hängt jedoch nicht alleine von der Wellenlänge ab, sondern auch von der Oberflächenbeschaffenheit, der Kohärenz des Lasers sowie der Geometrie von Beleuchtung und Beobachtung. Deshalb muss die tatsächliche Eignung in der konkreten Applikation bewertet werden. Das Ergebnis kann eine schärfere und präzisere Abbildung von Kanten und feinen Strukturen sein. Blau spielt seine Stärken vor allem bei hochauflösenden 3D-Anwendungen sowie bei transparenten oder stark reflektierenden Materialien (Glas, Folien, Halbleiterbauteilen…) aus. In diesen Bereichen stoßen rote und grüne Laserlinien – je nach Material und Geometrie – schneller an ihre Grenzen.

Nicht jede Anwendung ist vorab bekannt

Die Theorie liefert klare Empfehlungen, der Systemalltag sieht aber oft anders aus. Systemintegratoren entwickeln Lösungen für wechselnde Materialien, unbekannte Oberflächenbeschaffenheiten oder Kundenanforderungen, die sich erst im Laufe eines Projekts konkretisieren. Wer sich in der Designphase auf eine einzige Wellenlänge festlegt, riskiert im schlechtesten Fall eine komplette Neuentwicklung, sobald sich die Applikation ändert. Hier braucht es daher nicht immer die theoretisch perfekte Wellenlänge, sondern auch Flexibilität in der Umsetzung. Entscheidend ist, die Beleuchtung an die tatsächliche Oberfläche, Kamera und die Messaufgabe anpassen zu können.

Laser-Modul für gesamten Wellenlängenbereich

Genau an diesem Punkt setzt der ZM18-Vision von Z-Laser an. Das Lasermodul für die Bildverarbeitung deckt einen Wellenlängenbereich von 405 bis 830nm ab. Zur Verfügung stehen u.a. Varianten mit 405, 450, 520, 640, 660, 685, 785 und 830nm. Ob Rot, Grün oder Blau: Die Entscheidung für eine Wellenlänge muss somit nicht länger unabhängig von der konkreten Applikation am Anfang einer Entwicklung fallen, sondern kann sich an der tatsächlichen Oberfläche, dem eingesetzten Kamerasensor und der gewünschten Messgenauigkeit orientieren. Möglich macht das die kompakte Bauform im ZM18-Gehäuse. Sie ermöglicht die nahtlose Integration in bestehende OEM-Systeme, ohne dass die Mechanik angepasst werden muss. Mit einer optischen Ausgangsleistung von bis zu 170mW, der Schutzart IP67 sowie wahlweise manuell fokussierbarer oder fest fokussierter Optik ist das Lasermodul optimal für den Einsatz in der Bildverarbeitung, an Triangulationssensoren sowie der 3D-Messtechnik ausgelegt.

Seiten: 1 2 3