3D-Profilsensor mit UV-Licht

3D-Profilsensor mit UV-Licht

3D-Vermessung transparenter / nicht transparenter Objekte

Das Einhalten von Spaltmaßen im 1/10mm-Bereich stellt insbesondere die Automobilindustrie vor enorme Herausforderungen. Vor allem das Problem, Messungen auf unterschiedlichen Materialien wie Metall, Glas oder Kunststoff vorzunehmen, machte universell einsetzbare Lösungen lange Zeit schwierig. Mit einem speziellen 2D-/3D-Profilsensor ist es nun gelungen, diese hochkomplexe Anwendung zu lösen.

Bei dem 2D-/3D-Profilsensor OPT3013 wurde zusätzlich eine UV-Lichtquelle installiert. Die Kombination aus rotem Laserlicht und UV-Licht ermöglicht, dass UV-undurchlässige Oberflächen sicher erkannt werden. (Bild: Wenglor Sensoric GmbH)

Bei dem 2D-/3D-Profilsensor OPT3013 wurde zusätzlich eine UV-Lichtquelle installiert. Die Kombination aus rotem Laserlicht und UV-Licht ermöglicht, dass UV-undurchlässige Oberflächen sicher erkannt werden. (Bild: Wenglor Sensoric GmbH)

Bei der Montage von Automobilen steht jeder Hersteller vor derselben Frage: Wie schaffe ich es, bewegliche Komponenten wie Türen, Klappen, Schweinwerfer, Räder oder Fenster so ins Chassis zu integrieren, dass überall gleiche Abstände zum benachbarten Teil eingehalten werden? Dabei sollen die Spalt- und Bündigkeitsmaße einerseits am gesamten Auto einheitlich sein und andererseits extrem präzise auf wenige Zehntelmillimeter genau. Und: Wie überprüfe ich das Ergebnis an jedem einzelnen Produkt mit bis zu 150 Messpunkten pro Fahrzeug? Von Hand die Spaltmaße zu kontrollieren wäre technisch sehr unpräzise und verschlänge Unmengen an Kapazität und Kosten. Die Idee: Sensoren könnten die Abstände reproduzierbar und sehr präzise feststellen. Die gemessenen Werte könnten anschließend mit den ermittelten Ist-Werten abgeglichen werden. Das größte Problem dabei entsteht allerdings dadurch, dass ein Automobil aus unterschiedlichsten Oberflächen und Materialien besteht. Mattes oder glänzendes Metall, Kunststoffe in vielerlei Farben und Lacke, transparente Scheiben und Scheinwerfer und vieles mehr müssten dabei gleichzeitig erkannt werden. Keine Sensortechnologie vermochte es bis dato, all das mit nur einem einzigen physikalischen Prinzip zu ermöglichen. Insbesondere die Transparenz der Scheinwerfer und Scheiben ließ optische Technologien, die mit sichtbarem Licht arbeiteten, aufgrund ihrer Lichtdurchlässigkeit immer wieder scheitern. Um die Transparenz zu umgehen, wurde manuell ein spezielles Mittel auf die Scheinwerfer gesprüht (das später wieder entfernt werden musste), sodass die Messungen durchgeführt werden konnten.

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Thematik: inVISION 4 2018
Ausgabe:
wenglor sensoric GmbH
www.wenglor.com

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