Programmierbare (Zeilen-)Kamera mit ARM-Prozessoren

Intelligente Zeilenkamera

Programmierbare (Zeilen-)Kamera mit ARM-Prozessoren

Die VisionCam ist eine frei unter Linux programmierbare, intelligente Kamera. Die hohen Datenraten werden durch den mit 1,5GHz getakteten Dual-ARM Cortex-A15-Prozessor verarbeitet.

Blockschaltbild der frei mit Linux programmierbaren VisionCam LM, in der ein 1,5GHz getakteter Dual-ARM Cortex-A15 Prozessor integriert ist. (Bild: Imago Technologies GmbH)

Die GigE-Flächenkamera kommt ohne Kühlkörper aus, kann mit Sensoren bis zu 5MP bestückt werden und erlaubt genaue Messungen, Codes auf größeren Labeln zu lesen oder mit Hilfe mehrerer AOIs trickreiche Applikationen zu realisieren. Die Rechenleistung näher an die Kamera zu bringen, ist bereits mehrfach mit VisionBoxen umgesetzt worden. Voll integriert als frei programmierbare Kamera mit leistungsstarker CPU und Linux ist allerdings neu. Auflösungen von 2k bis zu 8k Pixeln sind mit Zeilenfrequenzen von bis zu 80kHz (2k) bis 25kHz (8k) möglich. Die gesamte Anwendung kann in der intelligenten Zeilenkamera VisionCam LM implementiert werden. Wird die Auswertung auf den ARM-Kernen zu komplex, so stehen zwei spezielle Coprozessoren (angesprochen in OpenCL) zur Verfügung. Oder – als Idee – man transferiert per Algorithmen bearbeitete Bildausschnitte per GigE zu einem übergeorneten embedded Rechner. Läuft die Anwendung komplett in der intelligenten Kamera, so wird diese via Switch mit einem Browser auf einem Tablet (oder Panel PC) verbunden, weitere Schaltschrankrechner und Bauraum sind nicht erforderlich.

Entwicklungsumgebungen

Als Betriebssystem ist Linux in der Embedded-Welt gesetzt. Als Entwicklungsumgebung nutzt man dagegen das Microsoft Visual Studio sowohl als Editor sowie für das Debugging und bleibt so in der Windows-PC-Komfortzone. Auch eine Halcon- Bibliothek läuft auf den ARM-Rechnern. Was macht aber die 16-jährige rechnerinteressierte Tochter heutzutage in ihrem Zimmer? Ein Blick verrät, dass sie auf einem Raspberry Pi programmiert, einem günstigen (und gesponserten) Linux-Rechner. Auch der erfahrene 50-jährige Entwicklungsingenieur ist so clever in seinem Labor zu zeigen, dass eine Anwendung auf einem Raspberry Pi laufen kann. Die Rechenleistung und Industrietauglichkeit reichen zwar noch nicht ganz, aber in beiden Fällen zeigt sich: Linux ist etabliert, auch wird es in vielen Industrieanwendungen bereits verwendet.

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