Autonome Bildverarbeitung beim BMW-Werk Steyr

Autonome Bildverarbeitung beim BMW-Werk Steyr

Das BMW-Werk in Steyr, Österreich, ist das weltweit größte Motorenwerk der BMW-Gruppe. Das Werk nutzt die autonomen Bildverarbeitungssysteme von Inspekto. David Bricher, Doktorand bei BMW Steyr und Experte für Innovation und Digitalisierung, berichtet über nähere Einzelheiten dieser Partnerschaft.

 Bei dem Inspekto S70 können Bediener Pseudodefekte kennzeichnen, so dass das System diese in Zukunft nie wieder als Defekt anzeigt. (Bild: Inspekto A.M.V.)

Bei dem Inspekto S70 können Bediener Pseudodefekte kennzeichnen, so dass das System diese in Zukunft nie wieder als Defekt anzeigt. (Bild: Inspekto A.M.V.)

Das weiß-blaue Emblem am Kühlergrill eines jeden BMW-Fahrzeugs gilt weltweit als Symbol für Qualität, Zuverlässigkeit und Luxus. Um diese Führungsposition zu festigen, verbessert der deutsche Automobilhersteller ständig seine Fertigungsstandards durch die Umsetzung neuester digitaler Technologien. Dabei spielt Qualitätssicherung (QS) eine zentrale Rolle. Im Einklang mit BMWs Mission, Produktionsprozesse durch Digitalisierung zu verbessern, verfügt das Werk Steyr über mehrere hochmoderne Bildverarbeitungslösungen, um die Qualität ihrer Motoren zu überprüfen und sicherzustellen, dass jeder Prozess und jedes Bauteil die Standards des Unternehmens erfüllt.

Pseudofehler vermeiden

„Wir verwenden viele verschiedene Techniken, um die Qualität von Komponenten zu prüfen“, erklärt David Bricher, Doktorand und Experte für Innovation und Digitalisierung bei BMW. „Unser Hauptziel ist, die Prozessoptimierung in allen Aspekten unserer Produktionskette voranzutreiben. Das bedeutet auch, dass wir die Anzahl von Pseudodefekten so niedrig wie möglich halten wollen.“ „Das größte Problem“, fährt Bricher fort, „liegt darin, dass die Mitarbeiter an der Reparaturstation bei steigenden Raten von Pseudodefekten unaufmerksam werden können und annehmen, dass tatsächlich defekte Artikel gut sind. Wir wollen dieses Szenario um jeden Preis verhindern.“ BMW ist stark daran interessiert, KI-basierte Technologien in die Fertigungshalle zu bringen. Daher war die Werksleitung auf der Suche nach einer intuitiven QS-Technologie, d.h. einem sofort einsatzbereiten Produkt, das von jedem Mitarbeiter an der Produktionsstraße problemlos installiert und verwendet werden kann. Hier erfolgt der Auftritt von Inspekto. „Das Team hat verschiedene Unternehmen mit innovativen Bildverarbeitungslösungen recherchiert, aber nur Inspekto bot genau das, wonach wir gesucht haben – ein System, das sofort einsatzbereit und so intuitiv ist, dass beliebige Mitarbeiter es in wenigen Minuten einrichten können“, so Bricher. Daraufhin stellte die Firma mit Inspekto S70 das weltweit erste autonome Bildverarbeitungssystem bei BMW vor. „Im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, die aus mehreren Komponenten bestehen und die von einem Systemintegrator auf Projektbasis ausgewählt und installiert werden müssen, ist Inspekto S70 ein eigenständiges Produkt“, erklärt Harel Boren, CEO von Inspekto. „Es ist selbstlernend, selbstkonfigurierend und selbstanpassend, mit anderen Worten, völlig autonom. Dadurch entfallen die langwierigen und komplexen Integrationsphasen, die herkömmliche Bildverarbeitungsprojekte kennzeichnen.“ Das BMW-Werk Steyr erwarb vier Systeme und startete eine Pilotphase. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Phase werden die Systeme jetzt bereits in zwei verschiedenen Anwendungsfällen eingesetzt: für einen komplizierten Verbinder mit vielen kleinen, kaum sichtbaren Komponenten und für eine Kraftstoffleitung. In beiden Fällen konnte das Werk eine Verbesserung der Qualität sowie eine spürbare Reduktion der Anzahl von Pseudodefekten feststellen.

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Thematik:
INSPEKTO
www.inspekto.com

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