Bild 3 | Die Objektivbaureihe Linos Inspec.x L bietet eine hohe Abbildungsqualität über einen großen Bildkreis von 82mm (Bild: Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG)
Bild 3 | Die Objektivbaureihe Linos Inspec.x L bietet eine hohe Abbildungsqualität über einen großen Bildkreis von 82mm (Bild: Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG)

 

Keine erkennbare Verzeichnung

Dr. Stefan Rahmann, der in seiner Projektarbeit eine große Bandbreite von Objektiven erlebt, war beim ersten Testen eines Inspec.x L erstaunt: „Selbst auf den Originalbildern funktionierte das Matching schon sehr gut. Normalerweise erreicht man dies erst mit durch eine Kalibrierung entzerrten Bildern. Bei preisgünstigen Objektiven kann die radiale Verzeichnung so groß sein, dass sie sich nicht mit der nötigen Genauigkeit kompensieren lässt. Dort verliert man am Rand 50 oder 100 Pixel und muss, um trotzdem das Sichtfeld zu erfassen, den Arbeitsabstand erhöhen, wodurch man Auflösung und damit auch Messgenauigkeit einbüßt. Mit einem hochwertigen Objektiv, das bis in die Ecken hinein die hohe Abbildungsqualität beibehält, kann man überall Subpixelgenauigkeit erreichen.“ Tatsächlich ist die Verzeichnung bei der ganzen Objektivbaureihe praktisch vernachlässigbar; nominell liegt sie bei weniger als 0,6 Prozent. Neben der geringen Verzeichnung hebt sich die Serie auch durch ihre hervorragenden Abbildungseigenschaften und gleichbleibende Kontrastwerte über den gesamten Bildkreis ab. Damit kann man das Optimum aus großen Sensoren mit kleinen Pixeln herausholen. Die Aufnahmen zeigen bis zum Rand eine gleichbleibende Qualität und können somit in ihrer Gänze weiterverarbeitet werden. Dadurch werden beim Scannen großer Flächen wie z.B. in der Fertigung von Flachbildschirmen weniger Inspektionssysteme benötigt und ein größerer Durchsatz erzielt. Egal ob in AOI-Applikationen monochromatische oder Farbsensoren eingesetzt werden, Objektive ohne ausreichende Farbkorrektur produzieren Messungenauigkeiten, da sie bestimmte Farbübergänge nicht klar darstellen können. Das äußert sich bei getrennten Farbkanälen in Unschärfe (Farblängsfehler) und Versatz (Farbquerfehler). Dieses Phänomen verschwindet auch nicht durch den Einsatz von monochromatischen Sensoren, sondern zeigt sich dann in Unschärfe und fließenden Grauübergängen. Für exzellente Ergebnisse mit allen Sensoren sind die Linos-Objektive daher für den Wellenlängenbereich 400 bis 750nm (Weißlicht) farbkorrigiert.