Was bedeutet der Chipmangel für die Visionbranche?

Müssen wir wieder lokaler denken?

Autor: Andreas Schaarschmidt, CEO, ViTeCom

Der derzeitige Chipmangel bedeutet für die Visionbranche einen massiven Standort-nachteil bzw. Verlust von Wettbewerbskraft. Andreas Schaarschmidt, ViTeCom (Bild: ViTeCom)

Der derzeitige Chipmangel bedeutet für die Visionbranche einen massiven Standort-nachteil bzw. Verlust von Wettbewerbskraft.
Andreas Schaarschmidt, ViTeCom (Bild: ViTeCom)

Der derzeitige Chipmangel bedeutet für die Visionbranche einen massiven Standortnachteil bzw. Verlust von Wettbewerbskraft für die lokalen Komponenten- und System-Hersteller. Wir spüren nun die Auswirkungen durch Abhängigkeit von der ‚Made (somewhere) in the world´ Strategie. Es wird produziert wo günstige Arbeitskräfte zu haben sind und wo sich Vorteile aus der technologischen Clusterung ergeben. Lange haben wir Geschäftsleute die Vernetzung der Welt sehr pragmatisch und an der Sache orientiert vorangetrieben. Im Moment, wo Covid-19 auch die menschlichen Verbindungen erschweren, verdichtet sich der Eindruck, dass lokale Interessen durch erhöhte Binnennachfrage mit größerer Priorität befriedigt werden wollen. Ein Beispiel ist die 5G Technologie. Unzählige asiatische Brands saugen am Markt für FPGAs und Prozessoren. Kombiniert mit mehr Wohlstand und dadurch lokaler Automatisierung ergeben sich massive Herausforderungen für den deutschen Maschinenbau. Mein Vater war 35 Jahre bei Siemens und zeigte mir damals noch die Chipfabriken und Herstellung der sogenannten Kommunikationsendgeräte. Dort habe ich noch Geld für mein erstes Auto verdient. Lithographische Prozesse und technische Begeisterung waren damals die Enabler für die Konzentration der Halbleiter auf engsten Raum. Vielleicht müssen wir einfach wieder damit anfangen, lokaler zu denken. www.vitecom.de

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