Eindeutige Markierung

Bild Labeling
Bild: Evotron GmbH & Co. KG

Kennzeichnung von Trainingsdaten

Das Labeling von Trainingsdaten findet im Umfeld von Machine Learning und Deep Learning statt. Die in Bilddaten enthaltenen relevanten Informationen (Eigenschaften) werden dazu von Menschen erkannt und zugeordnet (Annotation). Dementsprechend werden die Bilder mit Etiketten (Labels) versehen, die jeweils bestimmte Eigenschaften beschreiben. Mit Hilfe der Labels können danach Klassifikationsmodelle trainiert werden. Beispiele für Labeling von Trainingsdaten sind:

  • OK, NOK
  • Fehlerart: Kratzer, Riss, Poren, Fehlstelle
  • Objektklasse: Schraube, Mutter, Scheibe
  • Position eines Objekts: links, rechts, oben, unten
  • Größe von Fehlern: klein, mittel, groß

Bildverarbeitungsoperation

In der regelbasierten Bildverarbeitung gilt Labeling als eine Bildverarbeitungsoperation mit der im Bild enthaltene Eigenschaften ohne menschliches Zutun von der Maschine erkannt und markiert werden. Beispielsweise werden damit bei der Segmentierung oder bei der Blobanalyse Bilder binär in Vordergrund und Hintergrund aufgeteilt. Vordergrundpixel haben z.B. den Wert 255, Hintergrundpixel den Wert 0. Jetzt müssen noch die miteinander zusammenhängenden Pixel des Vordergrundes jeweils einem Objekt zugeordnet werden, um einen Blob beschreiben zu können. Dazu werden per Zusammenhangsanalyse Gruppen von sich berührenden Pixeln mit dem Wert 255 ermittelt (Connected-Component Labeling). Jeder gefundenen Pixelgruppe wird dabei fortlaufend ansteigend eine einmalige Nummer zugeteilt. Mit dem Wert dieser Nummer werden daraufhin die Grauwerte aller Pixel des Clusters belegt. Daraufhin sind sie als Blobs eindeutig identifizierbar und es können individuell morphologische Blobeigenschaften ermittelt werden. Was als zusammenhängende Gruppe gilt, kann eingestellt werden: a) Pixel, die sich nur an Objektkanten berühren (FourConnected) oder b) Pixel, die sich zusätzlich an den Ecken berühren (EightConnected).

*Labeling kann darüber hinaus das Etikettieren oder Kennzeichnen eines Produkts meinen, das durch Bildverarbeitung auf korrekte Bedruckung oder das Lesen von Schrift oder Code geprüft werden muss.

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