Von der Einzelpackung zur Einheit

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@PA_Grundschrift:Blueprint Automation in Woerden entwickelt und produziert Maschinen für die Sekundärverpackung. Diese legen verpackte Produkte in Umverpackungen wie z.B. Kartons, Kisten und Trays ein. Es handelt sich dabei in der Regel um Produkte in flexiblen oder anderen schwer zu handhabenden Verpackungen. Beispiele sind verpacktes Eis, Beutel mit Hähnchen-Nuggets, Verpackungen mit Käsescheiben, verpackte Pfannkuchen sowie Säcke mit Tierfutter. Die Maschinen arbeiten mit über Bildverarbeitung gesteuerter Robotik und führen verschiedene Aufgaben aus, wie das Aufrichten von Kartons, das Aufnehmen und Platzieren von Produkten, das Umwickeln mit Folie und das Verschließen von Kartons. @PA_Zwischenüberschrift:Produktvielfalt und Geschwindigkeit @PA_Grundschrift:BPA ist laut Sjoerd Goorden, Manager Business Development, in den letzten Jahren stark gewachsen und reagierte damit auf die Anforderungen der Kunden und die Trends am Markt. Neben den bekannten Wünschen – Produktivitätssteigerung und Kostensenkung – steht die stetig wachsende Produktvielfalt ganz oben auf der Agenda. „Wo Produktionsläufe früher noch sechs bis sieben Stunden dauerten, sind es heute oft nur noch eineinhalb bis zwei Stunden. Daher müssen Verpackungsmaschinen häufiger – schnell und effizient – umgerüstet werden“, so Goorden. Zudem sind Kombinationsverpackungen auf dem Vormarsch: „Beispielsweise drei Eissorten in einer Schachtel – das erfordert mehr Rechenaufwand für die Steuerung des Roboters, als wenn man nur ein Produkt in eine Schachtel verpackt. In einer Linie stehen häufig mehrere Roboter, oft sogar fünf oder sechs, hintereinander. Diese muss man gut zusammenarbeiten lassen. Wenn der erste Roboter versucht, sich selbst zu optimieren, ohne darauf zu achten, was der Nächste tun muss, wird jeder nachfolgende Roboter immer etwas weniger effizient. Man holt dann viel weniger Leistung aus der Maschine als Ganzes heraus. Die Steuerung muss daher vorausschauend arbeiten und gut planen können; das ist bei Robotern eine Herausforderung. Wir haben dafür die spezielle Software Bluelogic entwickelt.“ Für die Steuerung seiner Verpackungsmaschinen, bei denen die Roboter die leistungsbestimmenden Systeme sind, verwendete BPA ursprünglich Komponenten verschiedener Anbieter. Vor drei Jahren wurde dann allerdings eine Standardisierung beschlossen, so Sjoerd Goorden. „Wir waren flexibel in unseren Optionen für die Steuerungen, wollten aber gerade standardisieren, um Innovationen effizienter zu entwickeln und darauf schnell aufbauen zu können.“ Die Wahl fiel auf Beckhoff, sowohl für die Hardware (Industrie-PCs, Motion und I/Os) als auch für die Software (Twincat). Neben der Flexibilität bei der Programmierung war die hohe Geschwindigkeit der Steuerung ein wichtiges Kriterium. Diese sei notwendig aufgrund des immer höheren Tempos, mit dem Verpackungslinien laufen müssen, und der umfangreichen Rechenleistung, die für die koordinierte Bewegung aller Roboter erforderlich ist. @PA_Zwischenüberschrift:Vision zur Einrichtungsphase @PA_Grundschrift:Ein wichtiger Bestandteil der Steuerung ist die Bildverarbeitung für die präzise Handhabung der Produkte. Da dies ein Alleinstellungsmerkmal seiner Maschinen ist, entwickelt BPA die Bildverarbeitungssoftware selbst. Dabei nutzt das Unternehmen Twincat Vision zum Auslesen der eingesetzten generischen Kameras. Diese Bildverarbeitung ist u.a. entscheidend beim Hinzufügen neuer Produkte, verdeutlicht Goorden: „Dann müssen wir die Maschine neu einrichten. Wir nutzen Bildverarbeitung und KI, um zu bestimmen, wie dieses Produkt genau aussieht, welches z.B. die Ober- und Unterseite ist. Das muss der Bediener dann nicht mehr manuell eingeben.“ BPA nutzt die Steuerung auch, um Endkunden zu unterstützen, sofern diese ihre Zustimmung dazu gegeben haben, wie Goorden erläutert: „Wir können bei Bedarf die Steuerung aus der Ferne auslesen, um Probleme zu lösen. Wenn wir einen Kunden besuchen, sehen wir nur eine Momentaufnahme davon, wie der Kunde an einem Tag mit der Maschine arbeitet. Jetzt können wir beispielsweise alle Stillstände des letzten Monats nachverfolgen: Was läuft schief, liegt es vielleicht an der Software und wie können wir das beheben? Wir können uns auch Videos der Stillstände ansehen; das kann der Kunde natürlich auch. Wir nennen dieses ‚Produkt‘ – die Infrastruktur mit Kameras und weiterer Hardware sowie die Softwareplattform – Blueperformance.“ @PA_Zwischenüberschrift:Zukunftssichere Steuerungstechnik @PA_Grundschrift:Ausgehend vom aktuellen Beckhoff-Portfolio an Steuerungstechnik blickt Goorden zuversichtlich auch in die Zukunft: „Es gibt bei Beckhoff die notwendigen Entwicklungen und Innovationen, mit denen wir in den kommenden Jahren wachsen können. Wir haben mit der Bildverarbeitung neue Dinge umgesetzt und sehen dafür noch weiteres Potenzial. Auf der Beckhoff-Plattform haben wir sehr viele Dinge entwickelt; jetzt geht es darum, diese einzuführen und sicherzustellen, dass im Feld alles reibungslos läuft.“ Einen Wunsch hat Goorden jedoch: „keine Teile, die veralten.“ Dies entspricht genau der Philosophie der Langfristverfügbarkeit. Und sollten Komponenten irgendwann doch einmal nicht mehr verfügbar sein, sorgt Beckhoff für passende Nachfolgeprodukte. So wird z.B. bei Industrie-PCs möglichst die gleiche Baugröße beibehalten, sodass im Schaltschrank immer der physische Platz für den Austausch vorhanden ist. Außerdem setzt man – von Steckverbindern bis hin zu CPUs – möglichst auf Standardkomponenten, die gut erhältlich sind und weiterentwickelt werden. Das Unternehmen hält einen großen Lagerbestand vor. „Das haben wir aus der Lieferkettenkrise vor einigen Jahren gelernt“, heißt es. „Hinzu kommt, dass Beckhoff bei kritischen Produkten mit zwei Designs arbeitet, sodass bei Verfügbarkeitsproblemen für das eine Design immer noch das andere lieferbar ist. So hat BPA die Gewissheit, dass es seine Maschinen weltweit weiterhin liefern kann.“