
CAD-Modelle sind Standard für die Visualisierung von Produkten und Baugruppen. Auch für Board-Level-Kameras, Objektivhalter und Optiken stellen die jeweiligen Hersteller in der Regel Step-Files zur Verfügung, mit denen das optische Setup in einem digitalen Modell nachgebildet werden kann. Damit können Unternehmen prüfen, ob der vorgesehene Bauraum für die Kamera ausreicht. Eine besondere Herausforderung ist aber die Berücksichtigung des Sichtfeldes (FoV). Dieses ist abhängig von der Sensorgröße des Kameramoduls und der Brennweite des Objektivs.
Für eine genaue Berechnung des FoV müssen Ingenieure häufig Datenblätter aller Komponenten des optischen Systems zusammensuchen und auswerten, ein digitales Modell des Sichtbereichs für die jeweilige Kamera berechnen und dieses in die Konstruktion einfügen, u.U. um dann festzustellen, dass die Kombination nicht zur Anwendung passt. Um diesen Prozess zu vereinfachen, stellt Phytec ab sofort ergänzend zu den Step-Daten von Kameramodulen (mit und ohne Lens-Holder) auch komplette 3D-Modelle seiner Objektive zur Verfügung, inkl. visualisiertem Bildbereich. Die Step-Dateien können für über 20 Objektivmodelle von der Website heruntergeladen werden. Sie stellen die äußeren Geometrien des Objektivkörpers dar, sowie in vielen Fällen die visuelle Darstellung des Bildfeldes, angepasst an die Kameramodule von Phytec. Basierend auf den 3D-Modellen erkennen Systemdesigner direkt, ob sich das Objektiv für die Einbausituation und das Gesamtsystem eignet und ob der Bildausschnitt der gewählten Kamera- und Objektivkombination zu den Anforderungen passt. Dabei sind Faktoren wie regulärer Arbeitsbereich und Mindestobjektdistanz farblich unterschieden. Passen die Daten im digitalen Modell, kann direkt die Validierung mittels eines Prototyps erfolgen.
Phytec bietet dafür einsatzbereite Embedded-Imaging-Kits für zahlreiche Prozessoren wie den i.MX 95, den i.MX 93 und die i.MX 8M Plus-Serie von NXP, sowie für Prozessoren von Texas Instruments und STMicroelectronics. Die Entwicklungskits werden inkl. des gewünschten Kameramoduls mit Lens-Holder und Objektiv geliefert. Im vorinstallierten Linux-Betriebssystem sind die V4L2-Kameratreiber und Vision-Bibliotheken bereits integriert. Besondere Prozessoreinheiten und Funktionalitäten wie NPUs und ISPs können direkt genutzt und getestet werden.
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