DotLumen entwickelt eine KI-Brille für blinde Menschen, die die wichtigsten Funktionen eines Blindenführhundes nachbilden soll – Navigation und Hindernisvermeidung per Vibration („Follow the vibrations“). Gründer Cornel Amarie will damit eine skalierbare Alternative zu seltenen und teuren Servicehunden schaffen; unterstützt wird das Projekt u. a. vom European Innovation Council, Arrow hilft beim Produktionshochlauf (Engineering und Lieferkette). In Rumänien liegen bereits rund 1.500 Bestellungen vor, kommerziell ist das Gerät aber noch nicht verfügbar; außerhalb Rumäniens wird ein Preis von etwa 10.000 US-Dollar genannt, während blinde Rumänen möglichst wenig oder gar nichts zahlen sollen.
Technisch kombiniert die Brille sechs Kameras (Farb- und Infrarot), KI/Computer Vision und ein „Pedestrian Autonomous Driving“-System, das die Umgebung ähnlich wie ein autonomes Auto erfasst. Das System erkennt u. a. Bordsteine, Schlaglöcher, Fahrzeuge, Äste, Schilder, Treppen, Türen und Zebrastreifen und verarbeitet die Daten direkt auf dem Gerät (Edge Computing) in Echtzeit.
Statt Sprachanweisungen setzt DotLumen vor allem auf haptische Signale am Stirnbereich, weil Hörsinn und Umgebungsgeräusche für viele Betroffene kritisch sind. Als nächster Schritt kommt die Funktion „Find Me“ hinzu: Sie soll das Auffinden konkreter Objekte und Orte (z. B. Thermostat im Hotelzimmer) ermöglichen – mit Kombination aus Vibration und ergänzender Sprachausgabe. Das Konzept wurde international ausgezeichnet (u. a. CES Innovation Awards 2026, CTA Foundation Pitch Competition).
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