
Hochkarätige Keynotes, spannende Einblicke in zahlreiche aktuelle und geplante Innovationen sowie intensives Networking internationaler Bildverarbeitungsexperten waren erneut die wesentlichen Merkmale der EMVA Business Conference vom 18. bis 20. Juni 2026 in Stockholm. Zum inzwischen 24. Mal bot diese Veranstaltung der European Machine Vision Association eine hervorragende Plattform für den Austausch unter hochrangigen Vertretern der Vision-Industrie.
Eines der wichtigsten Themen für die Branche sprach EMVA General Manager Thomas Lübkemeier bereits in seiner Eröffnungsrede an: Der von der Europäischen Union ins Leben gerufene Cyber Resilience Act (CRA) wird einschneidende Auswirkungen auf die gesamte Branche haben. Der 11. Dezember 2027 ist dabei ein wichtiger Stichtag für alle Unternehmen, die Produkte mit digitalen Elementen herstellen oder vertreiben: Erfüllen Komponenten oder Systeme die Vorgaben der erweiterten CE-Kennzeichnung nicht, so dürfen sie in Europa ausnahmslos nicht mehr vertrieben werden. Betroffen davon ist unter anderem der Software-Standard GenICam, den der EMVA seit rund 20 Jahren verwaltet und der aufgrund dessen dafür Sorge tragen muss, dass die Umstellung von GenICam entsprechend der CRA-Vorgaben rechtzeitig erfolgt. Die dafür verantwortlichen technischen Experten der GenICam Working Group arbeiten nach Aussage von EMVA-Präsident Dr. Chris Yates bereits mit Hochdruck an einer für alle betroffenen Vision-Player sinnvollen Lösung.

Vielfältige Präsentationen
Informativen Kern jeder EMVA Business Conference bilden seit jeher die Präsentationen ausgewählter Teilnehmer und Unternehmen. In Stockholm gaben unter anderem AI4IV, Eines Systems, Eleven Dynamics, Forca Silicon, Murrelektronik, Optec, Roboception, Sick und Stemmer Imaging interessante Einblicke in aktuelle Entwicklungen sowie Gedankenanstöße für Veränderungen im Umfeld der Vision-Branche. In einer Reise in die Vergangenheit beleuchtete der ehemalige Teledyne-Manager Philip Colet die (R)Evolution der Bildverarbeitungstechnologie über die vergangenen Jahrzehnte und gab dabei auch seine Einschätzung zur künftigen Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in der Vision-Industrie ab. Keynotes von Sony Kapoor, Nordic Institute for Finance, Technology, Sustainability and Society, und Olof Gränström lieferten spannende Gedankenanstöße und Gesprächsstoff über das Tagesgeschäft hinaus.
EMVA Young Professional Award
Ein fester Programmpunkt der EMVA Business Conference ist die Verleihung des EMVA Young Professional Awards. In diesem Jahr wurde damit die Italienerin Dr. Vanessa Staderini vom Austrian Institute of Technology in Wien für ihre Forschungsarbeit mit dem Titel „Integrated Planning and Optimization Framework for Robotic Visual Inspection“ ausgezeichnet. Sie untersucht darin Wege zur Optimierung der Zusammenarbeit von Robotik- und Bildverarbeitungssystemen und erhielt für ihre Forschungen bereits mehrere Preise.
Nächste Konferenz in Nizza
Die nächste EMVA Business Conference wird im April 2027 im französischen Nizza stattfinden. Den genauen Zeitraum der Veranstaltung wird der EMVA in Kürze bekannt gegeben.

















