Der Weg zum Erfolg

Der Weg zum Erfolg

In der Wirtschaft gibt es zwei Methoden, um erfolgreich zu sein: Entweder werden Produkte immer günstiger herstellt, um so neue Märkte zu erschließen, oder die Konzentration liegt auf einem (Hig-End-)Teilsegment.
Es gab Zeiten, da war eine Bildverarbeitungslösung ohne Framegrabber schlicht nicht vorstellbar. Allerdings wurde der Framegrabber im Laufe der Zeit immer weniger notwendig, da neue Interfaces eine Datenübertragung auch ohne diese Produkte ermöglichten. So spezialisierten sich die Framegrabber-Hersteller (notgedrungendermaßen) immer mehr auf teure Highend-Lösungen, d.h. Applikationen, bei denen große Datenmengen übertragen werden und bei denen Framegrabber immer noch ihre Daseinsberechtigung haben. Inzwischen steht praktisch die Renaissance des Framegrabbers bevor, wenn man bedenkt, dass heutige Anwendungen immer mehr Daten erzeugen, um immer genauere und schnellere Ergebnisse zu erzielen. So taucht ein Produkt, das viele schon (zu unrecht) auf das Abstellgleis geschoben haben, langsam wieder im Bewusstsein der Anwender auf.

Den umgekehrten Weg ist die IR-Bildverarbeitung gegangen. Thermografiesysteme kosteten in der Anfangsphase weit über 20.000 Euro, weshalb sie nur für High-End-Anwendungen oder Hochschulen bezahlbar waren. Allerdings sind die notwendigen Arrays und andere Technikkomponenten im Laufe der Jahre immer günstiger geworden, so dass mittlerweile erste Handgeräte für unter 1.000 Euro auf dem Markt sind. Flir kündigte vor einiger Zeit das System Flir One an, dass es für unter 300 Euro ermöglicht, sein iPhone in ein sehr einfaches Thermografiegerät zu verwandeln. Inzwischen liegen für das Produkt – laut Firmenangaben – über 25.000 Bestellungen vor und über 900 Firmen haben Interesse, Apps für die neuen Geräte zu entwickeln. Hier hat sich eine Technik, die ursprünglich für den High-End-Industriebereich entwickelt wurde, in den Low-cost-Consumerbereich hinein bewegt. Und das beste für die Thermografiesystem-Hersteller ist der Neu-Anwender erst einmal Gefallen an der preisgünstigen Technik gefunden, ist er auch eventuell bereit, beim nächsten System mehr Geld zu investieren, um damit auch anspruchsvollere Anwendungen zu lösen.

Viele Wege führen nach Rom bzw. zum Erfolg und Sie ahnen es bereits: Sowohl Framegrabber als auch IR-Bildverarbeitung sind Themen dieser Ausgabe. Des Weiteren geben wir einen Ausblick über Bildverarbeitung auf der Messe Automatica (03.-06. Juni, München). Natürlich bieten wir auch sonst jede Menge interessante Fachbeiträge und Neuheiten, um Ihnen auch in dieser Ausgabe die spannende Welt der Bildverarbeitung näher zu bringen.

Viele Grüße aus Marburg

Dr.-Ing. Peter Ebert

Chefredakteur inVISION

pebert@invision-news.de

TeDo Verlag GmbH
www.sps-magazin.de

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