High Speed der dritten Generation

Thunderbolt

Seit seiner Einführung im Jahr 2011 nutzte primär Apple diese Schnittstelle, die bereits in ihrer ersten Version 10Gbps Bandbreite bot. Thunderbolt 2 unterstützt sowohl PCIe 2.0 x4 als auch DisplayPort 1.2 und überträgt beliebige Daten mit nominal 20Gbps. Diese attraktiven Bandbreiten macht sich die erste für Thunderbolt zertifizierte Industrie-Kameraserie xiT von Ximea zu Nutze, die z.B. Bilder mit 20MP und 32fps liefert. Die Daten überträgt sie mittels eines einzigen Thunderbolt-Kabels über bis zu 60m. Die umfangreiche Thunderbolt-Zertifizierungsprozedur verifiziert die Interoperabilität sämtlicher Kabel, Host-Chipsätze, Betriebssystemtreiber, etc. und bietet einen großen Mehrwert dieser Schnittstelle. Thunderbolt 3 verfügt nun über eine Bandbreite von 40Gbps. Das von Intel geführte Thunderbolt-Entwicklungskonsortium hat folgende Standards in die dritte Generation integriert: PCIe 3.0 x4, DisplayPort 1.2, HDMI 2.0 und USB3.1 Gen2. Weiterhin nutzt Thunderbolt 3 den USB Typ-C als Standard-Stecker. Durch diese umfassende Kompatibilität mit USB3.1 und dem wachsenden Bedarf an hoher Bandbreite für die Kommunikation zwischen den nun aufstrebenden 4K-Displays und Computern ist zu erwarten, dass Thunderbolt 3 ebenfalls bei der breiten Masse der Computer, Peripheriegeräte und auch bei schnellen und hochauflösenden Industrie-Kameras zum High-End-Standard avanciert. Wie bei den Vorgängerversionen lassen sich bis zu sechs Thunderbolt-3-Geräte in Serie als ‚Daisy-Chain‘ miteinander verkabeln. Zusammenfassend bildet Thunderbolt 3 einen Hybrid aus hoher Bandbreite und dem Komfort einer Standardschnittstelle.

Fazit

USB3.0 hat seine Kinderkrankheit längst überwunden und bietet mäßig hohe Bandbreite, Standardisierung und einfache Integrierbarkeit. External PCI Express 2.0 x4 bietet 20Gpbs, macht Framegrabber überflüssig, ist flexibel und ebenfalls verhältnismäßig einfach in der Handhabung. Thunderbolt 1 und 2, mit maximal 10 bzw. 20Gbps Datenrate, bietet für den Nutzer großen Komfort, hatte sich jedoch bislang im Massenmarkt noch nicht durchgesetzt. Somit erfordern schnelle und hochauflösende Kameras nicht mehr zwangsläufig spezielle Daten-Schnittstellen, die meist zu teuren und komplexen Bildverarbeitungssystemen führen. Der Fortschritt im Massenmarkt der Computer- und Unterhaltungstechnik bringt neue Schnittstellen hervor, die sogar die speziellen, BV-spezifischen Standards an Bandbreite übertreffen. Aufgrund der technischen Anforderungen und strategischen Ausrichtung der dominierenden Technologie-Konzerne werden sich in kurzer Zeit Thunderbolt 3 und PCIe 3.0, neben dem bestehenden USB3.x, im Kameramarkt durchsetzen. Dank der nativen Unterstützung von PCIe 3.0 und damit auch Thunderbolt 3 durch die Chipsätze rund um die neuen Prozessor-Generationen kann der Bildeinzug maximal effizient erfolgen. Entwickler von anspruchsvollen Bildverarbeitungssystemen sollten aber darauf achten, dass sie einen Kamerahersteller auswählen, der bereits Erfahrung mit den oben genannten Schnittstellen vorweisen kann.

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