Software mit Erfahrung
Für die Fahrgastzählung muss ein in Form, Größe, Oberfläche und Verhalten sehr variables Objekt (=der Fahrgast) unter allen Bedingungen erkannt werden: In tiefster Dunkelheit wie im hellen Sonnenlicht, in der Mittagshitze in den Emiraten genauso wie in sibirischer Kälte, einzelne kleine Erstklässler genauso wie das dichte Gedränge in der U-Bahn zur Rush Hour. Die Software setzt dazu auf den Erfahrungen der vorausgegangenen Sensorgenerationen auf. Insbesondere werden viele für den Personenverkehr typische Sonderfälle erfasst und berücksichtigt. So werden auch Stehenbleiber und unentschlossene Personen, die nur kurz z.B. für eine Frage an den Fahrer ins Fahrzeug einsteigen, richtig gezählt. An sehr niedrigen und sehr breiten Türen ist eine Verkettung von mehreren Sensoren möglich, deren Bilder in der Gruppe ausgewertet und zu einem gemeinsamen Zählergebnis für den Bordrechner zusammengefasst werden.
Fazit
Durch die Analyse der Abstands- und Forminformation im Irma Matrix lassen sich Personen zuverlässig anhand Gestalt und Bewegung erkennen und zählen. Insbesondere lassen sich so Personen sicher von festen oder bewegten Fahrzeugteilen wie der Schwenktür im Bus unterscheiden, und gerade in den für andere Sensortechnologien schwierigen Gedränge-Situationen spielt die 3D-Bildverarbeitung ihre Stärken voll aus. Die Abstands- und Forminformation schafft auch den Zugang zur Unterscheidung von Erwachsenen und Kindern oder zur Erfassung anderer tarifrelevanter Beförderungsfälle, wie z.B. von Rollstühlen oder Kinderwagen. Mittlerweile wurden mehrere Tausend Systeme in Bussen und Bahnen auf drei Kontinenten installiert. Weiteres Potential für Anwendungen z.B. in der Industrieautomation oder der Gebäudetechnik sind vorhanden.
















