
Als Teil dieses AI Loops ist AI Lab nicht als statisches Werkzeug konzipiert, sondern als lebendige Plattform für das KI-Training. Seit dem Launch im Oktober 2025 hat sich die Lösung kontinuierlich weiterentwickelt, getragen von einem klaren Prinzip: schnelle Iterationen statt starrer Releases. Seither sorgen regelmäßige Updates dafür, dass neue Anforderungen aus der Praxis unmittelbar in die Plattform einfließen. Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit den Early Adopters, deren Feedback direkten Einfluss auf die Weiterentwicklung nimmt. Für neue Anwender bedeutet das einen entscheidenden Vorteil: Wer heute mit dem AI Lab arbeitet, nutzt eine deutlich reifere Lösung als noch zum Zeitpunkt des Launches, die mittlerweile entlang realer industrieller Anwendungsfälle optimiert wurde.

KI-Training als Teamleistung
Im industriellen Alltag entstehen KI-Lösungen selten an einem Ort. Verschiedene Teams tragen von unterschiedlichen Standorten aus gleichermaßen zur Entstehung und Verarbeitung von Trainingsdaten bei. Der AI Loop trägt dieser Realität Rechnung und verankert Kollaboration als zentrales Prinzip. Im AI Lab lassen sich Aufgaben wie Datenerfassung, Annotation und Training flexibel verteilen. Mehrere Teams können parallel an einem gemeinsamen Datensatz arbeiten, unabhängig von ihrem Standort. So entsteht ein durchgängiger Workflow, der sich an realen Produktionsstrukturen orientiert. Ein weiterer Vorteil zeigt sich im Integratoren-Umfeld: Nach der Übergabe einer Maschine können Trainingsdatensätze vollständig an den Endkunden übertragen werden. Wissen geht nicht verloren, sondern kann weiterverwendet und angepasst werden. Ergänzt wird dieser Ansatz durch vollständige Datenportabilität. Datensätze lassen sich teilen und lokal archivieren. Im Vergleich zu rein lokalen Edge-AI-Ansätzen, die häufig an einzelne Systeme gebunden sind, entsteht so ein deutlich flexibleres und skalierbares Arbeitsmodell.
Weniger Aufwand, schneller zur Anwendung
Ein wesentliches Ziel des AI Loops ist es, die Einstiegshürden für die Nutzung von KI in der Bildverarbeitung zu senken. Die cloudbasierte Infrastruktur des AI Labs übernimmt dabei eine zentrale Rolle: sie reduziert den technischen Aufwand, ohne die Kontrolle über Daten und Prozesse einzuschränken. Kostspielige Hardwareinvestitionen oder komplexe Setups entfallen. Für den Einstieg genügt ein Laptop in Verbindung mit der kostenlosen Software WeHub als Gateway, ohne dass die Kamera von der Maschine getrennt werden muss. Training und Labeling erfolgen in der Cloud, die Inferenz hingegen weiterhin direkt auf dem Gerät, unabhängig von einer dauerhaften Internetverbindung. Die Folge: die Time-to-Market verkürzt sich, Einarbeitungszeiten sinken und Projekte lassen sich schneller produktiv umsetzen. Gleichzeitig bleibt die Datenhoheit explizit beim Anwender. Datensätze können jederzeit heruntergeladen, übertragen oder gelöscht werden.
KI nachvollziehbar machen
Der Einstieg ins AI Lab gelingt ohne tiefgehendes Expertenwissen, ein Aspekt, der von den Anwendern immer wieder bestätigt wird. Gleichzeitig bietet die Plattform detaillierte Einblicke in die Modellperformance. Heatmaps, Accuracy Scores und weitere Metriken machen Entscheidungsprozesse sichtbar und nachvollziehbar. Diese Transparenz ermöglicht gezielte Optimierungen. Im Vergleich zu klassischen Edge-Lösungen, die oft nur eingeschränkte Diagnosemöglichkeiten bieten, entsteht so ein deutlich höheres Maß an Kontrolle. Das Ergebnis sind schnellere Lernkurven, geringere Abhängigkeit von Spezialisten und eine nachhaltig bessere Modellqualität.

















