Bild 1 | Der EVK Stream Supervisor ermöglicht die Anzeige der Materialzusammensetzung sowie die Verteilung eines Stoffstromes an unterschiedlichen Messpunkten in der Produktion.
Bild 1 | Der EVK Stream Supervisor ermöglicht die Anzeige der Materialzusammensetzung sowie die Verteilung eines Stoffstromes an unterschiedlichen Messpunkten in der Produktion.Bild: EVK DI Kerschhaggl GmbH

Einsatz in der Recyclingindustrie

In einer Fallstudie wurde die Herausforderungen der Anlagensteuerung in der Recyclingindustrie für eine verbesserte Sortierleistung untersucht. Hierbei kam der EVK Stream Supervisor zusammen mit den EVK Helios Hyperspektral-Kamerasystemen zum Einsatz. Die Optimierung der Siebeeinheit im Aufbereitungsprozess einer großen Recyclinganlage mit Hilfe der erfassten Sensordaten ergab eine potenzielle Produktivitätssteigerung von bis zu 15%[1]. Je nach Marktpreisen der entsprechenden Wertstoffe entspricht diese Größe einer Steigerung von mehreren Hunderttausend Euro pro Jahr.

Derzeit können mit der Software bis zu fünf Helios EQ32 Hyperspektralkamerasgleichzeitig ausgewertet werden, um so effektiv diverse Mehrpunktmessungen in der Anlage realisieren zu können. Die Kombination aus Software und Kamerasysteme bietet damit ein leistungsstarkes Gesamtpaket für die Inline Analyse und Überwachung von Prozessströmen in Echtzeit in einer Reihe von Branchen.

Ausblick

Neben den ortsaufgelösten NIR-Spektren sind in Zukunft auch weitere Sensoranbindungen geplant. Aus der Sortiertechnik weiß man beispielsweise, dass selten nur ein Sensortyp ausreicht, um eine umfassende Aufgabenstellung zu lösen. Oft führt erst das Zusammenspiel mehrerer unterschiedlicher Sensoren und die Extraktion unabhängiger Merkmale wie chemische Zusammensetzung, Farbe, Form, Textur, Leitfähigkeit, Dichte etc. im Sinne eines Multi-Messenger-Ansatzes zum Ziel. So ist auch im Falle des Anlagenmonitorings die zusätzliche parallele Verarbeitung von z.B. RGB-, Laser-, Röntgen- und Induktivitätsdaten in höchstem Maße sinnvoll. Nur so werden sich auch die letzten komplexeren kausalen Zusammenhänge diverser Anlagenteile erschließen lassen, damit sich Galileos Traum erfüllt: Messbar machen, was noch nicht messbar ist!

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