So wird künstliche Intelligenz industrietauglich – Teil 1/2
 (Bild: IDS Imaging Development Systems GmbH)
Intelligente KI-Edge-Geräte reduzieren anfallende Sensor-/daten. Sie erzeugen on-the-edge verwertbare Informationen und kommunizieren diese zur Steuerungseinheit. (Bild: IDS Imaging Development Systems GmbH)

Software als KI-Wegbereiter

Es fehlt nicht an passender Hardware. Die Einsatzmöglichkeiten von ML werden durch effizient arbeitende KI-Beschleuniger vor allem interessant für kleine stromsparend arbeitende Embedded Vision Systeme bzw. vollintegrierte Inferenzkamera Plattformen, wie sie bereits von einzelnen Herstellern angeboten werden. Doch die Startschwierigkeiten der neuen Technologie in der Industrie löst das nicht. Die KI muss getestet, validiert, nachtrainiert und abschließend in einen produktiv arbeitenden Workflow (Anwendung) integriert werden. Aber wer macht das und wer kann das? Dafür sindKompetenzen notwendig, die über eine Prototypenentwicklung hinausgehen. Meist braucht es noch einen Systemprogrammierer, der in der Lage ist, diese Werkzeuge für eine spezielle Plattform zu programmieren.

IDS geht mit der NXT Plattform einen anderen Weg und ist überzeugt davon, dass mit den richtigen, aufeinander abgestimmten Werkzeugen jede Benutzergruppe das Potential einer KI-Vision-Plattform voll nutzen kann. Dies ohne viel Zeit und Kosten in den Aufbau neuer Kernkompetenzen zu stecken, die für die Umsetzung eigener KI-Anwendungen gar nicht zwingend nötig sind. Spezialwissen für das Trainieren neuronaler Netze undProgrammieren eigener Anwendungen lassen sich für viele einfache KI-Workflows in den Werkzeugen verpacken. So kann jeder Anwender seine individuellen Anforderungen umsetzen, ohne ein eigenes Spezialistenteam aufzubauen. Die Software ermöglicht dabei, dass jede Benutzergruppe, die für ihre jeweiligen Aufgaben und Arbeitsweisen passenden Werkzeuge verwenden kann.

Eine Bildverarbeitungsanwendung ist der Rahmen, der mehrere spezifische Einzelaufgaben in einen anwendungsspezifischen Ablauf bringt und fehlerfrei und effizient ausführen soll. Klassisch wird diese Aufgabe von Entwicklern in einem zur Plattform passenden Programmcode wie z.B. C++ programmiert. Wenig anders verhält es sich bei den neu auf den Markt kommenden KI-Plattformen. Ein SDK stellt die notwendigen Softwareschnittstellen zur hardwarenahen Programmierung der jeweiligen Plattform mitsamt der vorhandenen KI-Beschleuniger bereit. Meist steht den Anwendungsentwicklern damit eine weitgehend frei programmierbare Plattform für eigene Prozesslösungen zur Verfügung. Für denjenigen, der weiß was er tut, stellen lediglich die Hardwareperformance und die SDKs eine Grenze für die Kreativität dar. Auch die NXT Inferenzkamera ist durch ein ein entsprechendes SDK mit vielen C++ Sourcecode-Beispielen eine offene Plattform für Entwickler, die vollständig eigene Bildverarbeitungsanwendungen in Form von Vision Apps mit dem KI-Beschleuniger deep ocean entwerfen wollen.

Seiten: 1 2 3Auf einer Seite lesen

IDS Imaging Development Systems GmbH
www.ids-imaging.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Fraunhofer-Institut IOF
Bild: Fraunhofer-Institut IOF
Mehr Tiefe mit Farben

Mehr Tiefe mit Farben

Bei der Inline-Qualitätskontrolle geht es meist darum, schnell und hochauflösend 3D-Oberflächenstrukturen zu erfassen. Die Schärfentiefe ist dabei eine grundlegende Begrenzung. Die Fokuslage lässt sich mit einem Objektiv mit motorisiertem Fokus verschieben – oder mit einer mehrfarbigen Beleuchtung. Letzteres ist schneller, wie ein Projekt des Fraunhofer IOF zeigt.

Bild: Edmund Optics GmbH
Bild: Edmund Optics GmbH
Webinar: Optics & Lenses

Webinar: Optics & Lenses

Am 21. September um 14 Uhr (MEZ) findet das inVISION TechTalks Webinar ‚Optics & Lenses‘ statt. Kowa Optimed, Edmund Optics und Vision & Control präsentieren in drei 20-minütigen Vorträgen interessante Neuigkeiten über Objektive, Optik und worauf man beim Umgang damit achten muss.