Von Deep Learning bis 3D-Vision

Bild 1 | Die grafische Entwicklungsumgebung von Aurora Vision Studio ermöglicht es, 
Vision-Anwendungen per Drag&Drop und ohne eine einzige Zeile Programmcode zu erstellen.
Bild 1 | Die grafische Entwicklungsumgebung von Aurora Vision Studio ermöglicht es, Vision-Anwendungen per Drag&Drop und ohne eine einzige Zeile Programmcode zu erstellen. Bild: Zebra Technologies

Die Software-Plattform Aurora Vision Suite von Zebra Technologie ist für die unterschiedlichsten Aufgaben der industriellen Bildverarbeitung ausgelegt und verbindet grafische Entwicklung, professionelle Programmierung und Deep-Learning-Funktionalitäten. Als Bestandteil des Portfolios von Rauscher ermöglicht sie die schnelle Umsetzung individueller Vision-Lösungen. „Bei Bildverarbeitungsprojekten geht es nicht allein darum, möglichst leistungsfähige Hardware einzusetzen. Entscheidend ist auch, wie schnell daraus eine funktionierende Anwendung entsteht“, sagt Thomas Miller, einer der beiden Geschäftsführer von Rauscher: „Aurora Vision bietet dafür vom intuitiven grafischen Entwicklungsansatz bis hin zur vollständig individuellen Programmierung sehr unterschiedliche Wege.“

Bild 2 | Selbst exotische Anwendungen wie das Erkennen und Zählen von Bienen lassen sich mit der Aurora Vision Suite lösen.
Bild 2 | Selbst exotische Anwendungen wie das Erkennen und Zählen von Bienen lassen sich mit der Aurora Vision Suite lösen.Bild: Rauscher GmbH Bildverarbeitung / Zebra Technologies

Drei Werkzeuge, eine Plattform

Die Software besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten: Aurora Vision Studio, Aurora Vision Library und Aurora Deep Learning. Aurora Vision Studio richtet sich mit seiner grafischen Entwicklungsumgebung insbesondere an Nutzer, die Vision-Anwendungen schnell und ohne umfangreiche Programmierkenntnisse entwickeln möchten. Mit der Aurora Vision Library steht erfahrenen C++-, .Net- und seit der aktuellsten Version 5.7 auch Python-Entwicklern eine leistungsfähige Software-Bibliothek zur Verfügung, die maximale Freiheit bei der Umsetzung eigener Anwendungen und Integrationen bietet. Aurora Deep Learning ergänzt beide Ansätze um KI-basierte Werkzeuge für Aufgaben, bei denen klassische, regelbasierte Bildverarbeitung an ihre Grenzen stößt. Damit verfolgt die Suite einen Ansatz, der in der Praxis besonders interessant ist: Nicht jede Vision-Aufgabe muss auf dieselbe Weise gelöst werden.

Bild 3 | Die grafische Entwicklungsumgebung Aurora Vision Studio ist durch ihre Kompatibilität zu USB3 Vision, GigE Vision und GenTL Hardwareunabhängig und erlaubt eine einfache Realisierung von Vision-Applikationen per Drag&Drop.
Bild 3 | Die grafische Entwicklungsumgebung Aurora Vision Studio ist durch ihre Kompatibilität zu USB3 Vision, GigE Vision und GenTL Hardwareunabhängig und erlaubt eine einfache Realisierung von Vision-Applikationen per Drag&Drop. Bild: Rauscher GmbH Bildverarbeitung

Von der Elektronik bis zur Landwirtschaft

Die Einsatzmöglichkeiten der Aurora Vision Suite sind entsprechend breit. In der Elektronikfertigung kann die Software z.B. Bauteile lokalisieren oder Wafer und Rohmaterial auf Fehler wie Risse und Kratzer untersuchen. In der Verpackungsindustrie lässt sich kontrollieren, ob Etiketten vorhanden, Verpackungselemente vollständig und Komponenten korrekt positioniert sind. Auch in der Automobilindustrie ist eine hochgenaue Qualitätskontrolle Voraussetzung für die Produktsicherheit. Die möglichen Anwendungsfelder der Software reichen aber deutlich weiter, u.a. wird die Software in der Logistik, Photovoltaik und Oberflächeninspektion eingesetzt. Materialien wie Metall, Keramik, Holz, Kunststoff oder Textilien lassen sich damit auf unterschiedliche Qualitätsmerkmale untersuchen.

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Bild: Rauscher GmbH Bildverarbeitung

Bildverarbeitung per Drag&Drop

Eine besondere Stärke der Suite ist Aurora Vision Studio. Die grafische Entwicklungsumgebung ermöglicht es, Bildverarbeitungsanwendungen per Drag&Drop und ohne eine einzige Zeile Programmcode zu erstellen. Dafür stehen mehr als 3.500 Bildverarbeitungsfilter zur Verfügung. Sie decken zahlreiche typische Aufgaben von geometrischen Operationen und der Definition unterschiedlichster ROI bis hin zu Mess-, Prüf- und Analysefunktionen ab. Auch subpixelgenaue Auswertungen sind möglich. Ein weiterer Vorteil: Aurora Vision Studio ist nicht auf eine bestimmte Kamerafamilie oder einen einzelnen Hersteller festgelegt. Die Unterstützung der Standards USB3-Vision, GigE Vision und GenTL ermöglicht die Integration einer großen Auswahl der am Markt verfügbaren Vision-Hardware. Damit kann der Entwicklungsprozess deutlich verkürzt werden: Bild erfassen, relevante Merkmale definieren, Algorithmus zusammenstellen, Ergebnis prüfen und die Anwendung anschließend direkt in Richtung Praxiseinsatz weiterentwickeln. Auch 3D-Anwendungen und die Erstellung von HMIs lassen sich mit der Entwicklungsumgebung problemlos realisieren. „Was uns an Aurora Vision Studio besonders gefällt, ist der durchgängige Workflow. Nach der Erstellung des Algorithmus ist es vergleichsweise einfach, auch die passende Benutzeroberfläche aufzubauen und die Anwendung für den praktischen Einsatz vorzubereiten“, so Miller.

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