
Da die Beleuchtung der Prüfszene einen wesentlichen Einfluss auf die Qualität und Reproduzierbarkeit der Bildgewinnung hat, gewinnen detaillierte Beleuchtungsprozessdaten zunehmend an Bedeutung. Sie ergänzen die Prozessdaten von Kamera und Visionrechner und ermöglichen eine ganzheitliche Betrachtung des Gesamtsystems Bildverarbeitung. Beleuchtungsprozessdaten können an verschiedenen Stellen des Beleuchtungssystems erfasst werden, z.B. am LED-Chip, in der Beleuchtungseinheit oder im Beleuchtungscontroller. Wesentliche technische Grundlagen sind Sensorik, digitale Signalverarbeitung und die Kommunikation zwischen Beleuchtung und Controller. Ein Beispiel für einen entsprechenden technologischen Ansatz ist die LumiSens-Technologie von Evotron. Zu den Beleuchtungsprozessdaten zählen insbesondere:
- Zeitdaten: Pulsweiten, Verzögerungszeiten, Ein- und Ausschaltzeiten, Betriebsdauer & Lebensdauer
- Messdaten: Lichtintensitäten, Temperaturen, elektrische Ströme & Spannungen
- Statusdaten: Betriebszustände, Warnungen, Fehlerzustände und Kommunikationsstatus
- Mengendaten: Anzahl der Lichtpulse, Triggersignale & Fehlermeldungen
- Ereignisdaten: Systemneustarts, Software-Updates, Spannungsunterbrechungen & Fehlerereignisse
- Technische Daten: digitale Produkt- & Spezifikationsdaten
- Modellierungsdaten: Daten zur Erstellung und Nutzung eines digitalen Zwillings der Beleuchtung
Die Erfassung und Auswertung dieser Daten ermöglicht die Erkennung und Analyse von Fehlern, die Regelung und Stabilisierung der Beleuchtungshelligkeit sowie die Kalibrierung der Beleuchtung. Darüber hinaus unterstützen sie die Prognose der Lebensdauer, die Reduzierung des Installationsaufwands und die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance). Sie bilden außerdem eine Grundlage für digitale Beleuchtungsmodelle und digitale Zwillinge. Ziel ist es, die Bildgewinnung und Bildverarbeitung hinsichtlich Qualität, Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz zu verbessern und ungeplante Ausfallzeiten zu reduzieren.
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