Bild 2 I Der fertig montierte Stator wird auf einer Vorrichtung von Zeiss reproduzierbar fixiert (Bild: Carl Zeiss Industrielle Messtechnik)
Bild 2 I Der fertig montierte Stator wird auf einer Vorrichtung von Zeiss reproduzierbar fixiert (Bild: Carl Zeiss Industrielle Messtechnik)

 

Multi-Sensor-KMM als Lösung

„Als wir intern unsere Anforderungen an die Sensoren definiert hatten, stellte sich das Multi-Sensor-Koordinatenmessgerät Zeiss Prismo als die ideale Lösung heraus“, berichtet Kurz. Das Koordinatenmessgerät verfügt in der gewählten Konfiguration über den taktilen Scanning-Messkopf Vast XXT, den optischen Formsensor LineScan, den chromatischen Weißlichtsensor DotScan sowie eine Dreh-Schwenk-Einheit. Soweit möglich, setzt Volkswagen auf das taktile Verfahren als das genaueste, etwa um das Blechpaket des Stators zu messen. Um den Wickelkopf zu prüfen, kommt LineScan zum Einsatz, der diesen als eine Punktewolke für einen Abgleich mit dem CAD-Modell digitalisiert. Zur Vermessung der Hairpins wird DotScan verwendet. Für die Prüfung der einzelnen Hairpins vor dem Einbau in den Stator entwickelte Zeiss eine Vorrichtung, die es ermöglicht, die Hairpins so für den Messvorgang einzuspannen, wie sie später im Stator eingebaut sind. Auch für das Blechpaket entwickelte Zeiss eine Aufspannvorrichtung, die dieses für die taktile Ausmessung reproduzierbar fixiert.

 (Bild: Carl Zeiss Industrielle Messtechnik)
(Bild: Carl Zeiss Industrielle Messtechnik)

Einfache Bedienbarkeit für Fertigungsmitarbeiter

Da nicht Messtechniker, sondern die Fertigungsmitarbeiter selbst die produzierten Komponenten stichprobenartig prüfen werden, war auch die einfache Bedienbarkeit ein wichtiger Faktor. Pascal Schmidt sieht dafür die besten Voraussetzungen: „Zeiss bietet mit Calypso eine übersichtliche Oberfläche mit Bildern und Text, auf der der Mitarbeiter auswählt, was er machen will. Er spannt das zu messende Teil ein, gibt ein, aus welcher Maschine das Teil kommt, wählt das Messprogramm aus, und dann läuft das automatisch ab. Da kann man quasi nichts falsch machen.“ Auch Zeiss PiWeb überzeugt durch die Möglichkeit, einfach und schnell aussagekräftiger Messberichte zu erstellen und Messdaten anschaulich zu visualisieren – etwa mit interaktiven CAD-Ansichten, Formplots, Falschfarbendarstellungen oder Histogrammen. Philip Kurz zeigt sich froh über die Gesamtlösung: „In der Planung suchen wir nie nur das konkrete Gerät, sondern eine ganzheitliche Messlösung. Zeiss versteht unsere Produkte, die Messaufgabe, und sie entwickeln mit ihrem Portfolio dann die ideale Lösung, die auf unsere Anforderungen bestens abgestimmt ist.“