S-mount Optik mit Piezo-betriebenem proaktiven Fokus

S-mount Optik mit Piezo-betriebenem proaktiven Fokus

S-mount Optiken sind für ihre kompakten Bauformen und effektive Preis-Leistungsverhältnisse bekannt. Piezo Linear Antriebe verleihen den S-Mount Objektiven neue Möglichkeiten Visionsysteme proaktiv fernzusteuern.

Die Firma Piezolution hat mit Piezo-Antrieben bereits verschiedene Fokusmodule für S-mount Objektive entwickelt, darunter ein M12 Fokus Modul für die gängige M12 Optik. (Bild: Piezolution GmbH)

Die Firma Piezolution hat mit Piezo-Antrieben bereits verschiedene Fokusmodule für S-mount Objektive entwickelt, darunter ein M12 Fokus Modul für die gängige M12 Optik. (Bild: Piezolution GmbH)

S-mount Optiken sind anfangs für kleine Image Sensoren entstanden, wie z.B. 1/4″ oder 1/3″, sind aber mit der Entwicklung der Sensoren mit gewachsen. Große Auswahl von S-mount Optiken für 1/2.9″, 1/2.7″, 1/2.5″, 1/2″, 1/1.8″, 1/1.7″ oder 2/3″ Image Sensoren sind bei Spezialisten, wie z.B. Lensation, zu bekommen. Größere Sensorformate lassen sich dagegen besser mit C-mount bedienen. Auch in puncto Auflösung halten S-mount Optiken mit der Sensorenentwicklung Schritt. So gibt es mittlerweile auch Objektive für 18MP Sensoren. S-mount Optiken gibt es in einer Palette von Brennweiten: von Fisheyes über Weitwinkel bis zu Tele. Eine kurze Brennweite (f=1.2mm) liefert mehr als 180° Field of View (FOV) auf einer 1/4″ Sensordiagonale, während eine lange Brennweite (f=50mm) nur einen geringen Sichtwinkel von 5° auf 1/2″ Sensorvertikale bringt. Die Lichtempfindlichkeit kann bei einer Fest-Blende S-mount Optik nicht eingestellt werden. Aber eine Schärfentiefe-gewinnendes Abblenden der Apertur (F-Stop größer) ist bereits ab einer kleinen Seriengröße möglich. Alternativ gibt es Front-Blenden Objektive, die sich mit einem Standardfilteradapter plus entsprechendem Blendescheibchen abblenden lassen. Für Anwendungen mit geringem Objekt zu Bild Abstand ist die S-mount Optik dem C-mount überlegen. So haben einige Frontblendenobjektive nur 1cm Baulänge und es gibt sogar telezentrische M12 Objektive. Der defacto standard S-mount Anschluss ist ein M12x0,5 Gewinde, wofür viele Kameras einen Standardhalter bieten. Hinzu kommen M8, M10, M16 oder zylindrische Gehäuse mit Nut zum Einrasten (Dort ist die Eintauchtiefe zu beachten). S-mount Optiken haben Abbildungsfunktion-bedingt oft kurze hintere Schnittweite (Flange Back Length). Diese gilt es als Minimum Luftabstand zum Sensor einzuhalten, um auf unendlich zu fokussieren. Das Auflagemaß ist nicht-genormt, was kein Nachteil ist, denn die Kombination Kamera und S-mount Optik ist immer anwendungsspezifisch.

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Lensation GmbH
www.lensation.de

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