Schon 1996 präsentierten Sie mit Pictor ein intelligentes optisches Messsystem. Wie haben sich smarte Kameras seitdem weiter entwickelt?
Geffe: In unserem Portfolio kombinierbarer Produkte hat das System Pictor immer noch seinen festen Platz. Bildverarbeitungsspezialisten schätzen dessen Kompaktheit, den schnellen Bildeinzug und die Verarbeitung von bis zu 250fps. Insgesamt gesehen hat unser Mehrkamerasystem Vicosys der Einzelplatzlösung Pictor inzwischen aber den Rang abgelaufen. Bemerkenswert finde ich dabei, dass wir vor 30 Jahren mit 19″-Rechentechnik begonnen haben und mit Vicosys wieder bei sehr flexiblen Hochleistungssystemen im 19″-Format angekommen sind.
Zu Ihrer Produktpalette gehören auch Objektive und Beleuchtungen. Welche Trends sehen Sie in diesen Bereichen?
Geffe: Für unsere telezentrischen Objektive Vicotar sowie die telezentrischen Beleuchtungen Vicolux erkenne ich aktuell zwei Entwicklungen: Zum einen wächst der Bedarf an hochwertigen 1,2″-Objektiven, weil sich mit großformatigen Sensorchips das Potential C-Mount basierter Kameratechnik besser ausschöpfen lässt. Zum anderen besitzen blaue Leuchtdioden inzwischen einen sehr hohen Wirkungsgrad. Mit Objektiven und Beleuchtungen, die speziell für blaue Wellenlängen optimiert sind, lässt sich eine deutlich höhere optische Auflösung sowie mehr Tiefenschärfe erreichen. Beiden Trends tragen wir mit unserer neuen Objektiv-Serie Blue Vision Rechnung. OptoMedias ultrakompaktes Mini SFF bringt zuverlässige, schnelle Glasfaserverbindungen in Industriekameras der nächsten Generation. ‣ weiterlesen
Fiber Mini SFF für GigE Vision
Die Integration von Bildverarbeitung in die automatische Fertigung ist Ihre Spezialität. Was sind hier die Herausforderungen?
Geffe: Die Integration der Bildverarbeitung in die Automatisierungswelt bildet aktuell den Schwerpunkt der Entwicklungen im Bereich unserer Standard-Kamerasysteme Vicosys. Vor allem die Mensch/Maschine-Schnittstelle (HMI) steht hier im Fokus. Unsere Produktreihen unterstützen mehrere parallele HMI-Webseiten auf einem System. So können simultan verschiedene Bedienumgebungen laufen, die etwa dem Werker an der Maschine, dem Qualitätsmanager im Büro oder dem Servicetechniker vor Ort separate Oberflächen zeigen, ganz auf deren unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten. Bei Bedarf sogar in unterschiedlichen Sprachen. Die Benutzeroberflächen kann der Servicetechniker selbst erstellen und konfigurieren. Dafür sind keine speziellen Programmier- oder HTML-Kenntnisse erforderlich.
















